Geyer lässt nicht mit sich handeln
Beamtenbund: Kein Lohnabschluss unterhalb von drei Prozent

Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hat seine Forderung bekräftigt, bei den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst keiner Lohnanhebung unterhalb von drei Prozent zuzustimmen. Zudem konkretisierte DBB-Chef Erhard Geyer die Streikandrohung für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen.

Reuters BERLIN. "Wir lassen uns nicht unter die Drei (Prozent Lohnanhebungen) herunterhandeln", sagte Geyer dem Bonner "General-Anzeiger" einem Vorab-Bericht vom Mittwoch zufolge. Am Dienstag hatten der DBB und die Gewerkschaft Verdi angekündigt, für die insgesamt rund 4,5 Millionen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes Lohnahnhebungen von mehr als drei Prozent zu fordern.

Geyer präzisierte zudem seinen Fahrplan für einen möglichen Arbeitskampf. "Wir wollen keinen Streik, aber wenn die Arbeitgeber in der Tarifrunde nicht die Signale verstehen und mit uns in der dritten Runde zu keinem Ergebnis kommen, dann erklären wir das Scheitern und wir laufen automatisch in Streikhandlungen."

Die Forderungen von Verdi und DBB waren am Dienstag auf heftige Kritik der öffentlichen Arbeitgeber gestoßen, die erklärten, solche Anhebungen seien angesichts der angespannten öffentlichen Haushalte nicht zu schultern und sie würden einen Personalabbau bis hin zu betriebsbedingten Kündigungen nach sich ziehen. Die Kommunen hatten bereits vor Tagen erklärt, angesichts leerer Kassen dürfe es keine Anhebungen geben. Die Arbeitnehmerseite argumentiert indes, dass zuletzt auch in anderen Wirtschaftsbereichen Lohnanhebungen von mehr als drei Prozent vereinbart worden seien.

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