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GfK: Karstadt und Opel vertreiben Konsumoptimismus

Das Konsumklima in Deutschland trübt sich nach Ansicht des Marktforschungsinstituts GfK wieder ein. "Ich fürchte, die Erholung war nur eine vorübergehende Episode", sagte der GfK-Vorstandschef, Klaus Wübbenhorst, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

dpa-afx FRANKFURT. Das Konsumklima in Deutschland trübt sich nach Ansicht des Marktforschungsinstituts GfK wieder ein. "Ich fürchte, die Erholung war nur eine vorübergehende Episode", sagte der GfK-Vorstandschef, Klaus Wübbenhorst, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zur Begründung nannte er die Krisen bei Karstadt-Quelle und der General-Motors-Tochter Opel. Beide Fälle hätten den Deutschen vor Augen geführt, dass ihre Angst vor Arbeitslosigkeit begründet sei.

Die GfK ermittelt monatlich im Auftrag der EU-Kommission auf der Basis von 2000 Interviews einen Konsumklima-Indikator. Die Studie für Oktober wird am kommenden Mittwoch veröffentlicht. Im September hatte sich das Konsumklima in Deutschland nach einem vorherigen Abschwung stabilisiert.

Nach Wübbenhorsts Worten ist insbesondere die Bereitschaft gering, sich langlebige Wirtschaftsgüter zu kaufen. "Der Deutsche holt sich zwar Champagner ins Haus, stellt ihn jedoch im alten Kühlschrank kalt." Der GfK-Chef verwies auf die Sparquote der Deutschen, die elf Mal höher sei als die der Amerikaner. "Wir Deutsche verderben vor lauter Skepsis und Ans-Morgen-denken unsere wirtschaftliche Zukunft." Vor allem die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes hält die Bundesbürger Wübbenhorst zufolge vom Geldausgeben ab.

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