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GfK-Konsumklima leicht erholt - Verbesserte Anschaffungsneigung

Die gestiegene Anschaffungsneigung hat im November zu einer verbesserten Konsumstimmung in Deutschland geführt.

dpa-afx NÜRNBERG. Die gestiegene Anschaffungsneigung hat im November zu einer verbesserten Konsumstimmung in Deutschland geführt. Die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen, habe sich spürbar verbessert und sei auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen, berichtete die Gesellschaft für Konumforschung (GfK) in einer Studie am Freitag in Nürnberg. Die Erwartungen an die Entwicklung der Konjunktur sowie der eigenen Einkommen blieben dagegen im Vergleich zum Oktober weitgehend unverändert.

Für Dezember prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung einen Indikator von 2,7 Punkten nach revidiert 2,4 für den Monat November. Der Wert für den Novembert wurde von 2,3 Punkten in der Erstschätzung auf 2,4 Punkte nach oben revidiert.

Gestiegene Anschaffungsneigung EIN Hoffnungsschimmer

"In einem Umfeld von steigendem Ölpreis, einem Höhenflug des Euro und fallenden Geschäftserwartungen ist das positiv zu bewerten", sagte der Vorstandsvorsitzende der GfK , Klaus Wübbenhorst, am Mittwoch der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Auch die verbesserte Anschaffungsneigung sei ein Hoffnungsschimmer, auch wenn das Niveau weiterhin niedrig sei.

Nach einer Stagnation im Bereich von minus 27 bis minus 28 Punkten erholte sich der Indikator im November um 4,2 Punkte auf einen Wert von minus 24,4 Punkte. Dies ist der höchste Stand der Anschaffungsneigung seit Dezember 2001. Das Niveau sei aber nach wie vor niedrig. Die in der Weihnachtszeit höhere Anschaffungsneigung dürfte daher nicht ausreichen, um das Nachfragedefizit des gesamten Jahres auszugleichen. Die Einkommenserwartung sank in der Novemberbefragung leicht von minus 15,8 Punkte nach minus 15,5 Punkte im Vormonat. Die Konjunkturstimmung verlor um von 16,5 Punkte im Vormonat auf 17 Punkte

Steutersenkungen Sollten Sich Postiv AUF Konsum Auswirken

Die Rationalisierungsdiskussionen bei Opel, VW und Karstadt-Quelle haben laut GfK nicht zu der befürchteten weiteren Abkühlung der Konsumlaune geführt. Themen wie Hartz IV, der defizitäre Staatshaushalt und die Reform der Gesundheitsversorgung hätten nicht zu einer weiteren Abwärtsentwicklung der Verbraucherindikatoren geführt.

Positiv auf die private Nachfrage im kommenden Jahr sollte sich laut Wübbenhorst die Senkung der Einkommenssteuer zu Beginn des Jahres auswirken. "Die Verbraucher werden zu Beginn des Jahres spüren, dass am Ende mehr übrig bleibt", sagte Wübbenhorst. "Normalerweise ist eine Einkommenssteigerung nur durch langwierige Tarifverhandlungen und Streiks zu erreichen. Bisher hat die Bundesregierung die Steuersenkung zu wenig vermarktet." Auch in der Presse seien die Steuersenkungen zu wenig beachtet worden. Der Konsument richte seine Ausgaben nicht nur am tatsächlichen Einkommen aus, sondern auch an den Einkommenserwartungen.

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