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GfK-Konsumklima wieder eingetrübt - Sorge vor neuem Abwärtstrend

(dpa-AFX) Nürnberg - Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Juli wieder eingetrübt. Dies nähre die Sorge vor einem neuerlichen Abwärtstrend, teilte die Marktforschungsgruppe GfK < GFK.ETR > am Mittwoch in Nürnberg mit. Die im Vormonat aufgekeimte Hoffnung einer möglichen Stimmungswende habe sich zerschlagen. Nach der Aufhellung im Vormonat seien nun alle drei für das Konsumklima bedeutsamen Indikatoren wieder gesunken. Für August werde der Indikator Konsumklima bei 3,4 Punkten nach revidiert 3,9 Punkten im Juli erwartet.

(dpa-AFX) Nürnberg - Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Juli wieder eingetrübt. Dies nähre die Sorge vor einem neuerlichen Abwärtstrend, teilte die Marktforschungsgruppe GfK < GFK.ETR > am Mittwoch in Nürnberg mit. Die im Vormonat aufgekeimte Hoffnung einer möglichen Stimmungswende habe sich zerschlagen. Nach der Aufhellung im Vormonat seien nun alle drei für das Konsumklima bedeutsamen Indikatoren wieder gesunken. Für August werde der Indikator Konsumklima bei 3,4 Punkten nach revidiert 3,9 Punkten im Juli erwartet.

"Wirklich bedrückend" sei, dass alle Indikatoren nicht nur unter ihrem Vormonatswert, sondern auch niedriger als vor einem Jahr seien, sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es zeige sich, dass die Verbraucher derzeit eindeutig weniger optimistisch seien als Unternehmer (ifo), Finanzanalysten (ZEW) und Wirtschaftsforschungsinstitute. Das gegensätzliche Stimmungsbild verdeutliche, dass der Exportboom bisher an der Binnennachfrage vorbei gehe.

Verlierer DER Reformdiskussionen

Die Konjunkturerwartungen seien der jüngsten Befragung zufolge "dem Trend nach negativ". Die optimistischere Einschätzung im Vormonat sei wieder gewichen. Im Juli ging der Indikator um 8,5 auf minus 20,5 Punkte zurück. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Mai 2003 gemessen. Die Einkommenserwartung setze mit einem Rückgang von 7,5 Punkten auf minus 14 Punkte den "Zickzackkurs mit Abwärtsneigung" fort. Für die Binnennachfrage sei es damit wahrscheinlich für den Rest des Jahres "eher schlecht bestellt". Wirksame Impulse auf die konjunkturelle Entwicklung seien nicht zu erwarten.

"Die um Daimlerchrysler < DCX.ETR > und andere Unternehmen entbrannten Diskussionen um Kosteneinsparungen, Arbeitszeitverlängerung und Arbeitsplatzverlagerung tun ihr übriges dazu, dass Bürger sich als die 'wahren' Leidtragenden verfehlter Politik und Missmanagement der privaten Unternehmen empfinden", heißt es in der Studie. Offensichtlich seien immer mehr Bundesbürger davon überzeugt, dass sie "die Verlierer der Reformdiskussionen" seien. Wübbenhorst hält dies für ein "bedrohliches Szenario". Bei der Anschaffungsneigung wird die Skepsis der Konsumenten besonders deutlich. Diese sei um fast 13 Punkte auf minus 37,4 Punkte gesunken. Die GfK befragt jeden Monat rund 2.000 Personen.

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