Gipfel von Nizza ruft Behörde offiziell ins Leben
EU-Lebensmittelagentur soll Anfang 2002 Arbeit aufnehmen

afp NIZZA. Die geplante EU-Lebensmittel-Agentur soll nach dem Willen der EU-Länder bereits Anfang 2002 ihre Arbeit aufnehmen. Die Staats- und Regierungschefs forderten am Freitag in einer Gipfelerklärung in Nizza, die entsprechenden Arbeiten "beschleunigt voranzutreiben". Bislang war geplant, dass die Behörde binnen drei Jahren ihre Funktion aufnimmt. Die Agentur soll dafür sorgen, dass die durch BSE-Skandal und Dioxin-Krise verunsicherten Verbraucher wieder Vertrauen in Lebensmittel schöpfen. Die Mitarbeiter der Behörde sollen Risiken untersuchen und frühzeitig vor Gefahren warnen sowie die Kommission beraten. Die Behörde müsse "höchsten Anforderungen gerecht werden, um zur Krisenverhütung beizutragen", forderten die EU-Staats- und Regierungschefs.

Die zentrale Behörde soll mit zunächst 250 Mitarbeitern und einem Budget von 40 Mill. Euro (rund 78,2 Mill. DM) ausgestattet werden. Langfristig sollen es 330 Mitarbeiter werden. Der Sitz steht noch nicht fest, Kandidaten sind Helsinki, Parma, Barcelona und Lille.

Bislang liegt die Lebensmittel-Kontrolle der EU in den Händen fünf verschiedener Ausschüsse. Sie sind nach Auffassung der Kommission mit der Vielzahl der Aufgaben überfordert. Im Gegensatz zu den nur zeitweise tagenden Ausschüssen soll die Behörde ständig arbeiten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%