Giraffe stand unter Drogen
Giraffe springt nach Touristen-Mord in den Freitod

Wie ein Polizeisprecher in der Hauptstadt Nairobi am Donnerstag bestätigte, sprang das große Tier unter Drogen von einer Klippe am Fuße des Mount Kenia.

dpa NAIROBI. Im dortigen Aberdare Nationalpark soll das Tier den Amerikaner James Gregory am Sonntag mit einem Tritt an den Kopf getötet haben. Ranger hatten den Toten mit Kopfverletzungen aufgefunden. "Wir vermuten, dass der 50-Jährige auf eigene Faust einen Spaziergang durch den Park gemacht hat und der Giraffe dabei zu nahe kam", erklärte der Polizeisprecher. Möglicherweise habe er das Tier beim Liebesspiel gestört. Den Angriff eines Büffels oder Löwen sowie einen Raubmord durch einen Menschen schloss die Polizei aus.

Mitarbeiter der Kenianischen Wildparkbehörden (KWS) entdeckten schließlich die Giraffe mit Blutspuren an den Hufen. Um sie zu untersuchen, verpassten sie dem panisch flüchtenden Tier ein Beruhigungsmittel. Doch noch bevor sie die Hufe fassen konnten, rannte die Giraffe los und sprang eine Klippe hinunter. "Unter Einfluss der Drogen hat sie die Klippe vielleicht unterschätzt", sagte der Manager des zum Park gehörenden Aberdare Countryclubs, John Drysdale.

"Giraffen sind massive Tiere. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben, dann ziehen sie es auch durch", erklärte er. Die Giganten sind normalerweise für ihre Friedfertigkeit bekannt. Fühlen sie sich jedoch bedroht, wehren sie sich mit Tritten ihrer massiven Hufe, die für Menschen leicht tödlich sein können. Erst vor einigen Jahren war ein KWS-Mitarbeiter im selben Nationalpark von einer Giraffe getötet worden.

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