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Giuliani will drei Monate länger im Amt bleiben

Der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani kämpft für eine Verlängerung seiner Amtszeit um drei Monate. Statt Anfang Januar will er die Amtsgeschäfte erst im April an seinen Nachfolger übergeben, um so nach den Anschlägen vom 11. September politische Geschlossenheit zu demonstrieren.

ap NEW YORK. Für seinen Plan gewann Giuliani nach eigenen Angaben vom Donnerstag den republikanischen Kandidaten Michael Bloomberg und den demokratischen Bewerber Mark Green. Greens Herausforderer in der demokratischen Stichwahl am 11. Oktober, Fernando Ferrer, lehnte Giulianis Vorstoß dagegen ab. Die Haltung zum Wunsch des populären Giuliani könnte damit auch den Ausgang der demokratischen Kandidatenkür beeinflussen.

Wählernachfragen zufolge sprach sich ein Großteil der republikanischen und rund 40 % der demokratischen Wähler dafür aus, dass Giuliani trotz der gesetzlichen Amtszeitbeschränkung weiter Bürgermeister von New York bleiben solle. Green sagte, er habe dem Aufschub zugestimmt, weil es "die dringende Notwendigkeit für einen reibungslosen Übergang und eine geeinigte Stadt gibt". Ferrer sprach dagegen von einem Präzedenzfall, dem er nicht zustimmen wolle. "Ich weiß, dass die Politik des Augenblicks eine andere Haltung diktieren könnte", sagte er. «Ich bin aber sehr besorgt über den Präzedenzfall, der damit geschaffen wird." Er würde es bevorzugen, Giuliani stattdessen zu bitten, die Wiederaufbauarbeiten nach der Zerstörung des World Trade Centers weiter zu leiten. Der Medienunternehmer Bloomberg stimmte Giulianis Bitte nach dessen Angaben sofort zu. Gouverneur George Pataki, der Giulianis Führung nach den Anschlägen gelobt hat, sagte, er stehe dem Begehren aufgeschlossen gegenüber. Es sei allerdings verfrüht, die Frage zu beantworten, ob er ein solches Gesetz unterzeichnen würde. Giulianis Nachfolger wird am 6. November gewählt.

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