Archiv
Gladbach schafft nur 1:1 gegen Leverkusen

Borussia Mönchengladbach ist trotz eines Elfmeter-Geschenks der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf nicht geglückt. Nach zuletzt drei Niederlagen beendeten die „Fohlen“ die Bundesliga-Hinrunde mit einem 1:1 gegen Bayer Leverkusen, das beiden Mannschaften jedoch nicht weiterhilft.

dpa MÖNCHENGLADBACH. Borussia Mönchengladbach ist trotz eines Elfmeter-Geschenks der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf nicht geglückt. Nach zuletzt drei Niederlagen beendeten die "Fohlen" die Bundesliga-Hinrunde mit einem 1:1 gegen Bayer Leverkusen, das beiden Mannschaften jedoch nicht weiterhilft.

Während die Borussia mit drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf Rang 15 überwintern muss, verpasste Champions-League-Achtelfinalist Leverkusen den Anschluss ans obere Drittel und bleibt Achter.

Dimitar Berbatow hatte die Gäste vor 52 211 Zuschauern im Stadion im Borussia-Park in der 57. Minute in Führung gebracht. Dem besten Gladbacher, Vaclav Sverkos, gelang nach einem umstrittenen, an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter der Ausgleich (69.). Bayer-Torwart Jörg Butt war wie alle Leverkusener auch nach dem Schlusspfiff noch verärgert über die Entscheidung von Schiedsrichter Lutz Wagner: "Wir wollten das Spiel gewinnen, haben aber einen sehr fragwürdigen Elfmeter bekommen. Jens Nowotny hat klar den Ball gespielt." Sverkos beharrte schmunzelnd auf seiner Version: "Es war keine Schwalbe. Nowotny hat den Fuß und den Ball getroffen."

Sein Trainer Dick Advocaat war glücklich über den Punktgewinn ("Ich bin sehr zufrieden") und forderte erneut "drei, vier Spieler" als Verstärkung. Sein Gegenüber Klaus Augenthaler blickte schon auf das kommende Jahr: "Wir haben in der Bundesliga zu viele Punkte verschenkt und wollen in der Rückrunde angreifen."

Während Augenthaler bis auf den erkrankten Robson Ponte seinem in der Champions League gegen Kiew erfolgreichen Team vertraute, veränderte Advocaat die Mannschaft nach der 0:6- Pleite in Berlin gleich auf vier Positionen. Die überraschendste Änderung gab es im Tor. An Stelle des verunsicherten Darius Kampa stand erstmals in dieser Saison Michael Melka im Borussen-Tor.

Zwar bekam der 26-Jährige in seinem insgesamt achten Bundesliga- Spiel kaum Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen, doch mit seiner Rettungstat gegen den von Diego Placente freigespielten Berbatow (31.) vereitelte er die beste Möglichkeit der ersten Hälfte, in der beide Mannschaften eine desaströse Offensiv-Leistung boten.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Die ersten zaghaften Versuche von Sverkos (50.) und Oliver Neuville (55.) beantwortete Leverkusen mit dem Führungstor. Nach einem Zuspiel von Bernd Schneider wand sich Berbatow um seinen Gegenspieler und ließ mit seinem achten Saisontor Melka keine Abwehrchance (57.).

Danach spielte nur noch Gladbach und Sverkos den Alleinunterhalter für die Bayer-Defensive. Nach zwei Schussversuchen (61., 62.) und Igor Demos fulminanten Lattenknaller (67.) drängte der Tscheche in den Strafraum und ließ sich im Zweikampf mit Jens Nowotny geschickt fallen. Zum zweifelhaften Elfmeter trat der Gefoulte selbst an. Bei Joris van Houts Kopfball fünf Minuten vor dem Ende war sogar das Siegtor möglich, doch Butt klärte mit einem Reflex.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%