Gläubiger beraten neuen Sanierungsplan
Hynix-Liquidation nicht ausgeschlossen

Angesichts erneut drohender Zahlungsprobleme bei Hynix Semiconductor hat die Deutsche Bank den Gläubigern des südkoreanischen Chipherstellers ein neues Sanierungskonzept empfohlen.

HB/dpa SEOUL. Die Gläubiger sollten 1,9 Billionen Won Verbindlichkeiten in Eigenkapital umwandeln und die Frist für 3 Billionen Won (2,4 Mrd. Euro) Schulden bis zum Jahr 2006 verlängern, hieß es am Dienstag in einer von der Korea Exchange Bank in Seoul veröffentlichten Erklärung der Deutschen Bank. Das Institut, das als Finanzberater von Hynix tätig ist, schloss eine Liquidation nicht aus.

Die Gläubiger hätten drei Optionen: Liquidation, Verkauf oder Restrukturierung. Mit dem neuen Sanierungsplan, der von den Gläubiger diskutiert wurde, soll der weltweit drittgrößte Produzent von Speicherchips für mögliche Käufer attraktiv gemacht werden. Neben einer Restrukturierung des Unternehmens riet die Deutsche Bank zur Veräußerung von Vermögenswerten von Hynix.

Die geplante Übernahme der Speichersparte durch den US-Rivalen Micron Technology war im vergangenen April geplatzt. Die Gläubiger hatten im Juni die Kontrolle über Hynix übernommen, nachdem sie bereits Verbindlichkeiten des Unternehmens in Höhe von knapp drei Billionen Won in Eigenkapital umgewandelt hatten. Im vergangenen Jahr wurde der hoch verschuldete Chiphersteller mehrfach von seinen Kreditgebern vor dem drohenden Bankrott gerettet.

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