Gläubiger können bis zu 14. September Forderungen anmelden
Insolvenzverfahren bei Refugium eröffnet

Die Pflege- und Arbeitsplätze in den Einrichtungen der Refugium Holding AG (Königswinter) sind trotz des eröffneten Insolvenzverfahrens gesichert. "Das Insolvenzverfahren hat keine Auswirkungen auf die Pflege in den annähernd 60 Senioreneinrichtungen der Refugium Holding AG", sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Küthe am Mittwoch.

dpa BONN. Das Amtsgericht Bonn hatte zuvor das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung über das Vermögen der Holding und zweier Tochtergesellschaften eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Kölner Anwalt Andreas Ringstmeier bestellt. Die Hauptversammlung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Das börsennotierte Unternehmen verließ am Dienstag den Neuen Markt.

Wie das Gericht mitteilte, betrifft das Verfahren die Holding und sowie die beiden Töchter Refugium Service-, Sozial-, Reise- und Seminar GmbH und die Refugium Betriebsmanagement GmbH.

"Wir sind in intensiven Gesprächen mit allen Eigentümern und arbeiten an einer Lösung, die für Mitarbeiter und Bewohner wie auch für die Seite der Gläubiger zufrieden stellend sein soll", erklärte Ringstmeier. Mit interessierten Investoren würden Verhandlungen geführt.

Den Angaben zufolge können Gläubiger bis zum 14. September ihre Forderungen anmelden. Für den 17. und 19. September seien Gläubigerversammlungen geplant, hieß es. Dort solle über den Fortgang des Verfahrens beschlossen werden.

Die PAKO AG, mehrheitlich im Besitz des Finanzdienstleisters Gold- Zack AG (Mettmann), hatte mit einem Insolvenzantrag Ende Juni die Notbremse gezogen. PAKO hat Seniorenheime an Refugium vermietet. Die Mietrückstände bei PAKO sollen sich auf 19 Mill. DM (9,7 Mill. Euro) belaufen.

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