Gläubigeransprüche bleiben offen
Chinesischer Investor kauft Teile von Schneider

Die chinesische TCL Overseas Holdings hat wie angekündigt Teile des insolventen Unterhaltungselektronik-Herstellers Schneider Technologies übernommen.

Reuters MÜNCHEN/TÜRKHEIM. Schneider-Aktionäre gingen dabei leer aus, teilte der Münchener Insolvenzverwalter Michael Jaffe am Donnerstag mit. Es sei nicht zu erwarten, dass mit den Erlösen aus der Abwicklung alle Gläubigeransprüche bedient werden könnten. "Insofern sind Spekulationen über eine eventuelle Wertsteigerung der Aktie der Schneider Technologies AG sinnlos."

Der chinesische Elektronikkonzern übernehme Produktionsanlagen und Warenbestände von Schneider und einer Tochter samt den Markenrechten, teilte der Insolvenzverwalter in einer Pflichtmitteilung weiter mit. TCL pachte zudem ein 24 000 Quadratmeter großes Produktionsgelände in Türkheim. Mehrere hundert Arbeitsplätze sollen dort nach früheren Angaben mittelfristig geschaffen werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Schneider hatte im Januar nach mehreren überstandenen Krisen Insolvenz angemeldet und damals rund 700 feste Mitarbeiter beschäftigt. Die Banken hatten dem Unternehmen, für dessen Rettung sich auch die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA) des Freistaats eingesetzt hatte, den Geldhahn endgültig zugedreht. Die Schneider-Aktie war am Donnerstag im Amtlichen Markt mit 14 Cent praktisch wertlos.

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