Gläubigerbanken stimmen Verkauf von Schneider an Chinesen zu
Schneider produziert bald wieder

Der Weg für die Wiederbelebung der Traditionsmarken Schneider und Dual in der Hand chinesischer Investoren ist frei.

HB/dpa TÜRKHEIN. Die Gläubigerbanken stimmten dem Verkauf von Teilen der insolventen Schneider Electronics AG (Türkheim) an die TCL Holding aus China ohne Vorbehalte zu, sagte Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Freitag in München. Damit stehe auch einer mittelfristigen Aufnahme des Betriebs im Stammwerk Türkheim nichts mehr im Wege. Der Mutterkonzern Schneider Technologies mit rund 650 Beschäftigten hatte im vergangenen Januar auch für seine Töchter Insolvenz anmelden müssen. Seit Mai ruht die Produktion im Unterallgäu.

TCL hat sich nach Worten Jaffés vertraglich verpflichtet, in vier Monaten nach einer Anlaufphase in Türkheim mit der industriellen Serienproduktion zu beginnen. Herstellen will der asiatische Konzern Computer, Unterhaltungselektronik und Fernseher. Für 8,2 Millionen Euro hat TCL nach eigenen Angaben Produktionsanlagen, Warenbestände sowie Markenrechte übernommen. Von Türkheim aus will sich der Konzern auf dem europäischen Markt ausbreiten.

Gut stehen die Chancen nach Auskunft Jaffés auch für die Verpachtung der restlichen Produktionsflächen des Schneider-Geländes. Die Verhandlungen mit Salamander Industrieprodukte stünden vor dem Abschluss, sagte er. Der bereits in Türkheim ansässige Hersteller von Kunststoffkomponenten für die Unterhaltungselektronik will 15 000 Quadratmeter pachten und einen Teil seines Betriebs dorthin verlagern. Die restlichen Flächen sollen an kleine Unternehmen vergeben werden.

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