Gläubigerschutz für zahlungsunfähige Unternehmen
Hintergrund: Chapter Eleven

Das Konkursverfahren nach "Chapter Eleven" (Kapitel Elf) des US-Konkursrechts wird von großen US-Gesellschaften am häufigsten angewendet.

HB/dpa DÜSSELDORF. Während eines solchen Verfahrens kann ein Unternehmen seine Geschäfte unter dem temporären Schutz des Gerichts vor den Gläubigern weiter führen, um sich neu zu organisieren und Schuden abzubauen. Es behält also die Kontrolle über das Geschäft, falls nichts anderes vom Konkursgericht angeordnet wurde.

Schuldner und Gläubiger können dabei intensiv miteinander kooperieren. Dabei sollen die Gläubiger möglichst viel von ihren Forderungen zurückerhalten. Dies ist oft einfacher, wenn das Unternehmen nicht aufgelöst wird, sondern erhalten bleibt.

Da überschuldeten Unternehmen meist die finanziellen Mittel zur Fortführung der Geschäfte fehlen, wird häufig eine so genannte "Debtor-in-Possession"-Finanzierung mit Banken und anderen Geldgebern vereinbart. Die Rückzahlung dieses Neukredits hat Vorrang vor allen anderen Gläubigerforderungen.

Bei "Chapter-Eleven"-Konkursverfahren erhalten die Anleihebesitzer oder andere Gläubiger oft Aktien der reorganisierten Gesellschaft als Entschädigung für ihre Forderungen. Die alten Aktionäre gehen in der Regel leer aus und verlieren ihr Geld.

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