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Glasfasersektor gerät unter Druck

Der schwache Euro, Gewinnwarnungen, Ängste vor hohen Ölpreisen: Für die Wall Street eine alte Leier, die aber trotzdem die Kurse nach unten zieht. Zum Ende der Woche bewegen erneuert negative Aussichten die Börsen. Der Dow Jones Index startet im Plus. Der Nasdaq Index pendelt zwischen Plus und Minus. Doch wie die vergangenen Tage bewiesen, veranlasste ein guter Start die bärischen Investoren zum Börsenschluss die Gewinne wieder mitzunehmen.

Wirtschaftsdaten könnten bei den Börsianern erneuert Ängste über eine schleichende Inflation schüren. Heute ist bekannt geworden, dass das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal nicht bei den erwarteten 5,3 Prozent, sondern bei 5,6 Prozent liegt. Der gesamte Glasfaser-Sektor gerät heute unter Druck. Sanford Bernstein hat heute Morgen die beiden Netzwerkausstatter Cisco und Nortel von "Market outperformer" auf "Market performer" abgestuft. Die Telekom-Konzerne würden ihre Ausgaben für den Aus- und Aufbau ihrer Netzwerke zurückschrauben. Die Abstufung könnte noch weitere Kreise ziehen und Glasfaser-Spezialisten wie zum Beispiel die Komponenten-Lieferanten JDS Uniphase, SDL oder Ciena ebenfalls unter Druck bringen. Cisco führt die Nasdaq Verlierer an, Ciena und JDS Uniphase verlieren Auf dem Nasdaq Gewinnertreppchen steht zur Zeit Global Crossing. Das Web-Hosting Unternehmen Exodus Communications will Global Crossings Spin Off GlobalCenter für 6.5 Milliarden in Aktien übernehmen. Die Akquisition würde das größte Web-Hosting-Unternehmen der Welt formieren. Durch den Deal erhält Exodus Zugang zu Global Crossings weltweitem Netz. Global Crossing hat seine Tochterfirma GlobalCenter, einen führenden Internetprovider und-dienstleister für Großkunden erst kürzlich an die Börse gebracht. Mutterunternehmen Global Crossing arbeitet an dem Aufbau eines weltumspannenden Glasfasernetzwerks. Die Vereinbarung zwischen den beiden Konzernen soll Exodus unter anderem verpflichten, in den kommenden zehn Jahren die Dienste von Global Crossing im Gegenwert von vier Milliarden Dollar zu nutzen. Exodus notiert vorbörslich deutlich schwächer, Global Crossing gewinnt. Im Gunst der Wall Street steht heute der Einzelhandelssektor. Lehman Brothers bekräftigte sowohl die Kaufempfehlung für Wall Mart als auch für Target. Wal Mart kann sich auf den ersten Plätzen des Dow Jones Index behaupten Im Brennpunkt des Analysteninteresses befindet sich außerdem Bristol-Meyers. Der Pharmakonzern hält eine Investorenkonferenz ab.

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