Glaskugeln signieren eindeutig
MIT-Forscher entwickelt kostengünstige Signatur

Kleine Glaskugeln, die in einen flachen Kunststoffblock gegossen werden, könnten Scheckkarten oder Personalausweise fälschungssicher machen.

hiz DÜSSELDORF. In seiner Promotionsschrift am Massachusetts Institute of Technology (MIT) schlägt Pappu Srinivasa Ravikanth vor, in einem 10 mm x 10 mm x 2.5 mm kleinen Kunststoffblock einige Hundert Miniaturglaskugeln von 800 mm Durchmesser einzugießen. Ein Laser beleuchtet das Kunststoffplättchen und erzeugt durch die Lichtbrechung, verursacht durch die Kugeln, ein eindeutiges Muster.

Durch die Verteilung der Kugeln im Kubus weist jede Scheckkarte ein eindeutiges Muster auf, das praktisch nicht zu kopieren ist. Das Muster wird mit einem einfachen CCD-Sensor, der eine Auflösung von 300 mal 320 Bildpunkten hat, ausgewertet. Diese CCD sind billig und werden heute in einfachen Digital- oder Webkameras genutzt.

Da die Glasperlen auf verschiedenen Ebenen verteilt sind, ändert sich das erzeugte Muster mit dem Einfallswinkel des Laserlichts. Misst man die Muster unter zwei Winkeln erhält man eine zusätzliche Sicherheit. Um die Echtheit der Scheckkarte zu prüfen, muss nur ein Referenzmuster hinterlegt werden und bekannt sein, unter welchem Lichteinfallswinkel das Referenzmuster aufgenommen wurde.

Bislang ist es noch schwierig, den Messwinkel für den Laser so zu justieren, dass eine verlässliche Erkennung gewährleistet ist. Der US-Forscher hat jetzt das Spinoff-Unternehmen ThingMagic gegründet, mit dem er die Technik zur Marktreife entwickeln will.

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