Glaxo Wellcome und Smith Kline Beecham verschieben Fusion
Europäische Börsen von schwacher Nasdaq belastet

Beeinflusst von der negativen Nasdaq-Vorlage sind die europäischen Börsen überwiegend schwächer in die neue Woche gestartet. Besonders Technologie- und Telekommunikationstitel verbuchten teilweise kräftige Kursverluste.

Reuters. Im Energiesektor kam es zu vergleichsweise kleinen Abschlägen. Die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) hatte sich gestern auf eine Anhebung der Ölfördermenge geeinigt, die stärker als erwartet ausfiel. Sollten die historisch hohen Ölpreise daraufhin sinken, verbessere das die Unternehmensgewinne in dem Sektor, hieß es. Es bestünden aber Zweifel, ob die Anhebung der Fördermenge tatsächlich zu schnell sinkenden Preisen führe. Gesprächsstoff auf Unternehmensseite gab es an der Londoner Börse durch die Verzögerung der geplanten Fusion der britischen Pharma-Konzerne Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham , deren Aktien zeitweise kräftig nachgaben. Die neuerliche Terminverschiebung wurde mit einer Anfrage um Zusatzinformationen zu der Fusion der US-Wettbewerbsbehörde FTC begründet.

Die Wall Street hatte negative Vorgaben geliefert. Der Nasdaq Composite Index war am Freitag mit einem Minus von 2,93 % auf 3 978,41 Punkten aus dem Handel gegangen.

Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Standardwerte hatte um 0,35 % auf 11 220,65 Punkte nachgegeben.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel am Montag um 0,3 % auf 5 040 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 0,2 % auf 5 219 Punkte.



London: Vodafone verbucht deutliche Abschläge

Der FTSE-100-Index erholte sich gegen Mittag leicht von deftigen Eröffnungsverlusten bei den Standardwerten, und notierte mit noch 0,8 % im Minus bei 6 544 Punkten. Zu Handelsbeginn war der Index auf 6 392,1 Punkte gefallen. Kräftige Abschläge verbuchte Marktschwergewicht Vodafone , nachdem das Hongkonger Konsortium Hutchison Whampoa ankündigte, einen Teil seiner Beteiligung verkaufen zu wollen. Nach einem Sturz um rund sechs Prozent notierten Vodafone-Aktien gegen Mittag um 3,8 % tiefer auf 273 Pence. "Jetzt sieht der Markt ganz stabil aus, und wir können zum üblichen langweiligen Montags-Geschäft übergehen", sagte ein Händler. Auch die Aktien von Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham glichen Eröffnungsverluste teilweise wieder aus. Glaxo-Aktien notierten um noch rund 1,5 % tiefer, SmithKline-Titel wiesen einen Verlust von rund 2,5 % aus.



Zürich: Ascom legen zu

Wenig verändert präsentierte sich der Schweizer Aktienhandel. Der SMI-Index gab um 0,04 % auf 8 085 Punkte nach. Im Zentrum stünden Ascom-Titel, die von der Meldung der Einigung der Aktionsärsgruppen auf eine Einheitsaktie profitierten, sagten Händler. Ascom-Aktien stiegen um rund vier Prozent auf 6 620 Franken. Der weitere Handelsverlauf werde vom Züricher Nationalfeiertag geprägt, und dementsprechend ruhig sein. Die Indexschwergewichte Nestle und Novartis legten um jeweils rund 0,3 % zu. Roche -Titel verloren hingegen fünf Franken.



Paris: Ölpreis ist weiter Grund zur Sorge

Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen drehte nach anfänglichen Verlusten gegen Mittag mit 0,02 % auf 6704 Punkten ins Plus. "Die psychologisch wichtige Marke von 6 700 hat bislang gehalten", sagte ein Händler. Grund zur Sorge liefere aber weiterhin der Ölpreis. France Telecom -Titel sorgten mit einem Minus von einem Prozent für schlechte Stimmung, während Total-Fina-Elf mit einem Plus von zwei Prozent glänzten. Der Mineralölkonzern hat nach tagelangen Blockaden durch Spediteure die Belieferung seiner Pächter begonnen.

Mailland: MIB30-Index im Plus

Der MIB30-Index an der Mailänder Börse stieg um 0,2 % auf 4 8135 Zähler. Energiegigant Enel verlor nach enttäuschenden Halbjahres-Ergebnissen 1,7 % auf 4,36 Euro. Telecom Italia verloren 0,16 %, Mobilfunktochter TIM gaben um 0,25 % nach. Mit 1,5 % im Plus waren Titel des Finanzkonzerns Mediolanum .

Börse Madrid im Aufwärtstrend

Auf Erholungskurs war der Ibex-Index der Börse in Madrid, der um 0,7 % auf 11 185 Punkte zulegte. Gute Aussichten für Unternehmensergebnisse und die bislang relativ unterbewertete Entwicklung der spanischen Aktien seien verantwortlich für den Aufwärtstrend, sagten Händler. Marktschwergewicht Telefonica gewannen 0,8 % auf 23,5 Euro. Titel von Repsol zeigten sich leicht erholt, Endesa -Aktien verbesserten sich um 0,5 %.

Amsterdam: Technologiewerte im Minus

Mit Abschlägen präsentierte sich die Amsterdamer Börse. Der AEX-Index rutschte um 0,2 % auf 684 Punkte. Telekommunikationsunternehmen KPN , die zur Eröffnung auf positivem Kurs waren, drehten gegen Mittag mit rund einem Prozent ins Minus auf 29,9 Euro. Technologiewert ASM Lithograpy verloren rund 1,2 %. Im Pharmabereich legten Akzo Nobel-Titel 0,2 % auf 48,8 Euro zu.



Wien: Cybertrons mischt sich unter UMTS-Bieter

An der Wiener Börse konnte sich der ATX-Index dem europäischen Trend nur zur Eröffnung entziehen. Gegen Mittag lag der Index mit 0,06 % bei 1 184 Punkten im Minus. Speziell gesucht seien Bank Austria und Cybertron. Bank Austria, die um 0,4 % anstiegen, hatten angekündigt, ein Angebot für die größte slowakische Bank Slovenska Sporitelna abgeben zu wollen. Die unerwartete Ankündigung Cybertrons, für eine österreichische UMTS-Lizenz mitbieten zu wollen, löste Hektik unter den Anlegern aus. Der Kurs der Telekom-Firma sprang bei hohen Umsätzen um bis zu fünf Prozent, rutschte dann in die Verlustzone, und lag gegen Mittag mit einem Prozent im Plus bei 24,5 Euro.



Brüssel: Das Zinsgespenst geht um

In Brüssel sorgten Zinsängste für fallende Kurse. Der Bel20-Index verlor bis gegen Mittag 0,8 % auf 3 023 Punkte. Sorge um hohe Ölpreise und der damit verbundene Druck auf die Inflation führten zu der Angst vor Zinserhöhungen, sagten Händler. Aktien von Electrabel gaben um 1,8 % auf 217 Euro nach. Aktien von Schwergewicht Fortis B verloren rund 0,4 % auf 33,4 Euro. Auf der Gewinnerseite standen die Titel von Einzelhändler Delhaize , die 1,8 % auf 57,30 Euro zulegten.



Stockhom: Ericsson zieht Kurs nach unten

Die Stockholmer Börse hat, belastet von Kursverlusten bei Börsenschwergewicht Ericsson , leichter tendiert. Der OMX-Index lag mit 0,5 % im Minus bei 1 321 Punkten. Der Telekom-Ausrüster Ericsson verlor drei schwedische Kronen auf 184 skr. Der finnische Rivale Nokia notierte nach anfänglichen Verlusten mit einer Krone im Plus bei 414 skr. Börsenbetreiber OM Gruppen verloren nach Vorlage des Prospektes des Kaufangebots für die Londoner Börse rund acht Kronen auf 429 skr, legten gegen Mittag aber wieder auf 438 skr zu.

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