Gleiche Bunker in Jugoslawien
Ingenieur: "Saddams Bunker sind sicher"

Irak besitzt nach Ansicht eines Bauingenieurs so stabile Bunker, dass Staatschef Saddam Hussein mit Luftangriffen herkömmlicher Art nicht getötet werden kann.

Reuters BELGRAD. "Konventionelle Waffen können ihn kaum treffen. Ich glaube nicht, dass ihn die USA auf diese Weise loswerden können", sagte der jugoslawische Ingenieur. Er baute in den 80er Jahren in Irak Verteidigungsanlagen wie Luftschutzbunker sowie unterirdische Kommandostände und Krankenhäuser. Der Mann wollte anonym bleiben.

"Saddams Bunker können einen Volltreffer einer 2000 Kilogramm schweren TNT-Bombe oder eine 20-Kilotonnen-Explosion in einem Kilometer Entfernung überstehen", sagte der Ingenieur. Er bezog sich dabei auf eine Atomexplosion. Die Atombombe von Hiroshima hatte die Kraft von 15 Kilotonnen des herkömmluichen Sprengstoffs.

Der Ingenieur sagte, dass die Bunker mindestens 30 Meter unter dem Erdboden gebaut worden seien. Sie seien vom gleichen Typ wie Anlagen im früheren Jugoslawien, die unter der Herrschaft Titos gebaut worden seien. Der Bunkertyp habe schon den Golf-Krieg 1991, den Krieg in Bosnien von 1991 bis 1995 und die Nato-Luftangriffe auf Jugoslawien 1999 überstanden.

Die Bunker seien mit amerikanischer und russischer Technik ausgerüstet. Seiner Aussage nach dürften sich die US-Truppen in Bosnien und im Kosovo mit den Bunkern auskennen.

In den Bunkern könnten sich bis zu 500 Menschen aufhalten, und sie hätten genügend Luft, Essen, Wasser und Brennstoff für einen Monat. "Wenn aber alle Ausgänge geschlossen sind, können sie nur 96 Stunden überleben", sagte der Jugoslawe.

US-Präsident George W. Bush hat einen Machtwechsel in Irak zu einem Ziel seiner Regierung erklärt. Er wirft Saddam vor, in den Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen zu wollen. Der Irak hat dies zurückgewiesen. In den vergangenen Wochen hat es wiederholt Spekulationen über einen Angriff der USA gegeben.

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