Gleicher Lohn in Ost und West
Telekom mit neuem Tarifsystem

dpa BONN. Die Telekom wird künftig ihre tarifvertraglich Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland einheitlich bezahlen. Außerdem wird die Trennung der Beschäftigten in Arbeiter und Angestellte aufgehoben. Das kündigten Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer und das Vorstandsmitglied der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Rüdiger Schulze, am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Tarifvertrages in Bonn an. Betroffen von dem neuen Tarifsystem sind 68 000 Mitarbeiter der Telekom. Weitere 62 000 Beschäftigte sind Beamte.

Die Aufhebung der Trennung in Arbeiter und Angestellte bezeichnete Schulze als "Meilenstein" in der Tarifgeschichte. Es gebe jetzt einen einheitlichen Arbeitnehmerstatus. Das sei bislang bei keinem vergleichbar großen deutschen Unternehmen der Fall. Endgültig aufgehoben wurden auch die noch verbliebenen Unterschiede zwischen den Tarifgebieten Ost und West. Dies betreffe zum Beispiel das Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Mit dem neuen Bewertungs- und Bezahlsystem kehrt der Bonner Konzern ab dem 1. Juli 2001 der bisherigen Ordnung, die sich an den Regelungen des öffentlichen Dienstes orientierte, endgültig den Rücken.

Die zusätzlichen Kosten bezifferte Klinkhammer auf rund 200 Millionen DM bei isoliertem Vergleich zwischen altem und neuem System. "Wir werden dem Arbeitnehmer nicht in die Tasche greifen", sagte er. Verdi-Vorstand Schulze betonte, der Gewerkschaft sei es gelungen, einen hohen Tarifstandard durchzusetzen.

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