Global System for Mobile Communications
Stichwort: GSM

Mehr zur mobilen Zukunft im Mobile Special

mr DÜSSELDORF. Die Abkürzung GSM steht für Global System for Mobile Communications. Die Entwicklung des Mobilfunkstandards GSM geht auf ein Gremium zurück, das die europäischen Post - und Fernmeldeverwaltungen 1982 unter der Bezeichnung Groupe Spécial Mobile (GSM) gründeten. Dieses Gremium setzte sich zum Ziel, technische Spezifikationen für ein einheitliches europaweites Mobilfunknetz zu erarbeiten. Heraus kam ein zellulares Mobilfunksystem mit digitaler Vermittlungs- und Übertragungstechnik für Sprache und Daten mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 9 600 Bit pro Sekunde je Kanal.

1987 wurde schließlich die GSM Association ins Leben gerufen. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Weiterentwicklung und weltweite Vermarktung des GSM-Standards.

In einigen europäischen Ländern wurde ab 1990 mit dem Aufbau erster GSM-Netze begonnen. Inzwischen sind in mehr als 130 Ländern weit über 300 GSM-Netze installiert. GSM-Netze arbeiten auf verschiedenen Frequenzen, dem 900 und dem 1800-MHz-Bereich. Dem weltweiten Einsatz von GSM-Handys steht entgegen, dass in Nordamerika mit 1 900 MHz gefunkt wird.

GSM-Systeme bieten als Leistungsmerkmale unter anderem Anklopfen, Makeln und Dreierkonferenzen. Außerdem können bis zu 160 Zeichen lange Kurznachrichten, so genannte SMS (Short Message Service), übertragen werden, die im Display des Empfängers als Nachricht auftauchen.

In Deutschland ging das GSM-Netz 1992 an den Start. Die ersten Anbieter waren die Deutsche Telekom mit dem D1- und die damalige Mannesmann Mobilfunk (heute Vodafone) mit dem D2-Netz. Beide nutzen die bis heute weiter verbreitete 900-MHz-Frequenz. E-Plus betreibt seit 1994 dagegen ein 1800-MHz-Mobilfunknetz, im Februar 1997 erhielt Viag Interkom eine zweite Lizenz für ein GSM-1800-Netz. Da der 900-MHz-Bereich von der Kapazität her mittlerweile ziemlich ausgereizt ist, und fast alle aktuellen Handys bereits Dualband-Handys sind, also wahlweise bei 900 und 1 800 MHz funktionieren, haben inzwischen auch D1 und D2 Frequenzen bei 1 800 MHz ersteigert.

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