"Globale Apartheid" beseitigen
Uno-Weltgipfel in Johannesburg eröffnet

Der Weltgipfel der Vereinten Nationen (Uno) zur Bekämpfung der Armut bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt hat am Montag im südafrikanischen Johannesburg seine erste Plenarsitzung begonnen.

Reuters JOHANNESBURG. Der "Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung" wurde vom Uno-Vertreter Nitin Desai eröffnet. Kernthema des zehntägigen Treffens ist es, zehn Jahre nach dem Klimagipfel von Rio de Janeiro eine Bilanz zu ziehen und über Fortschritte bei der Armutsbekämpfung und im Umweltschutz zu beraten.

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki hatte am Sonntag erklärt, das Gipfeltreffen biete die Chance, die "globale Apartheid" zwischen der mächtigen und reichen Minderheit sowie der armen Mehrheit auf der Erde zu beenden. Mbeki ist von den Delegierten zum Präsident des Gipfeltreffens gewählt worden.

Knapp hundert Staats- und Regierungschefs sowie 40 000 Delegierte werden zu der Konferenz erwartet. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) reist wie viele seiner Kollegen gegen Ende der Tagung am 2. September an. US-Präsident George W. Bush lässt sich von Außenminister Colin Powell vertreten.

Umweltschützer werfen den USA und der Europäischen Union (EU) vor, die Liberalisierung des Handels und die Globalisierung der Wirtschaft auf Kosten der Umwelt und der Armen dieser Welt durchsetzen zu wollen. Sie kritisieren vor allem die USA dafür, dass sie sich gegen die Zusage neuer Finanzmittel oder feste Zeitpläne sträubten. Rund 10 000 zusätzliche Polizeibeamte sollen das Gipfeltreffen sichern.

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