"Globaler Kleinwagen"
Ein Jahr neuer Mini: Die BMW-Erfolgsbilanz

Der Erfolg des neuen Mini übertrifft bei BMW alle Erwartungen. Der weiß-blaue Autobauer erhöhte am Freitag zum dritten Mal die Absatzprognose für das laufende Jahr.

HB/dpa MÜNCHEN. "Wir haben uns vorgenommen, mehr als 140 000 Fahrzeuge auszuliefern", sagte Vertriebschef Michael Ganal ein Jahr nach der Einführung des Kleinwagens in München. Ursprünglich hatte BMW gehofft, 100 000 Minis im Jahr 2002 verkaufen zu können. Dieses Absatzziel wurde schon bis Ende September leicht übertroffen. Ganal deutete an, dass der BMW-Konzern wegen des Mini-Erfolgs die geplante Absatzmillion in diesem Jahr klar übertreffen wird.

BMW hatte den Mini, der als Marke ursprünglich zu Rover gehörte, komplett neu entwickelt und rund 230 Mill. Pfund (rund 367 Mio Euro) in das Werk Oxford investiert. Die Produktionskapazitäten wurden wegen der großen Nachfrage schrittweise aufgestockt, zuletzt durch eine zusätzliche Freitagabendschicht. In diesem Jahr können so mehr als 150 000 Fahrzeuge gebaut werden.

Nach Einschätzung Ganals ist der Mini auf allen wichtigen Märkten gut gestartet. "Mit Mini haben wir den ersten globalen Kleinwagen geschaffen." So konnten bis Ende September 16 000 Fahrzeuge in den USA verkauft werden, in Großbritannien waren es 27 000 Autos. Auch im kommenden Jahr rechnet Ganal mit einem weiter steigenden Absatz. Der Bau eines neuen Werks sei dabei aber nicht geplant. "Es ist eine Stärke von BMW, in vorhandenen Strukturen zusätzliche Kapazitäten zu heben." Auch eine Rückrufaktion für die ersten Minis wegen Brandgefahr beim Tanken hatte die Einführung im vergangenen Jahr nicht beeinträchtigt.

Geplanter Absatzrekord nicht mehr in Gefahr

Der geplante Absatzrekord im Gesamtkonzern dürfte nicht mehr in Gefahr sein. In den ersten neun Monaten hatte BMW den Absatz der Marken BMW und Mini um 20 % auf 805 800 ausgelieferte Fahrzeuge. Im gesamten Vorjahr hatte der Konzern 905 000 Autos verkauft.

Mit dem neuen Mini wollte sich BMW auch neue Käuferschichten erschließen. Deutlich mehr als 50 % der Käufer seien völlig neue Kunden für BMW, sagte Ganal. Nach Angaben von Produktmanager Torsten Müller-Ötvös akquiriert der Konzern die Mini-Käufer in erster Linie aus dem Segment, in dem der VW-Polo und der Peugeot 206 dominieren.

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