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Glossar zum Thema Anlagebetrug

Die wichtigsten Stichworte auf einen Blick:

Anlagebetrug: Streng genommen handelt es sich um falsche Angaben in den Angebotsunterlagen zu einer Kapitalanlage (§ 264a Strafgesetzbuch - StGB). In der Praxis wird auch von Anlagebetrug gesprochen, wenn ein Anleger durch "Vorspiegelung falscher . . . oder Unterdrückung wahrer Tatsachen" (§ 263 StGB) geschädigt wird.

Churning: auch Provisionsreiterei genannt, ist das wirtschaftlich ungerechtfertigte Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren. Unseriöse Vermögensverwalter maximieren dadurch ihre Provisionseinnahmen.

Kick-back-Vereinbarungen: sind bei unsauberen Penny-Stock- und Warentermingeschäften, die über ausländischen Börsen abgewickelt werden, öfter anzutreffen. Der ausländische Broker stellt überhöhte Provisionen in Rechnung, die er sich dann mit dem Vermittler des Geschäfts in Deutschland teilt.

Off-Shore-Zentren: Plätze, an denen die Geschäfte von Finanzdienstleistern nur in geringem Umfang reguliert und kontrolliert werden. Dort ist es beispielsweise einfach, eine Banklizenz zu bekommen.

Scalping: Aktienanleger werden "skalpiert", indem etwa ein Händler systematisch Kaufempfehlungen für marktenge Titel verbreitet, die er selbst besitzt, damit den Kurs hochtreibt und anschließend dicke Kursgewinne beim Verkauf seiner Anteile einstreicht. Die Kurse rauschen dann zum Schaden der Anleger wieder in den Keller.

Stille Beteiligungen: werden als typische oder atypische angeboten. Wer eine typische stille Beteiligung kauft, ist nicht am Verlust der Gesellschaft beteiligt und wird im Insolvenzfall zum Gläubiger. Einem atypisch still Beteiligten werden Verluste zugerechnet. Im Insolvenzfall ist er Gesellschafter, geht also leer aus.

Weiche Kosten: sind der Teil der Anlegergelder, der vornehmlich für Vertrieb und Werbung ausgegeben wird, also überhaupt nicht investiert wird und folglich auch keine Rendite abwirft. Je höher die weichen Kosten, desto schwieriger ist es für den Anleger, Geld zu verdienen.

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