Glück im Unglück
Die Rückversicherer verteidigen ihre Preise

Für die Rückversicherer war 2004 unter dem Strich ein positives Jahr. Die Ergebnisse einiger Gesellschaften wie des Weltmarktführers Münchener Rück übertrafen die Erwartungen. Glück im Unglück hatte die Branche, als eine historisch einmalige Hurrikanserie die USA heimsuchte.

HB DÜSSELDORF. Die Katastrophen dienten den Unternehmen bei den Branchentreffen in Monte Carlo und Baden-Baden als Trumpf, um die Preissenkungswünsche von Erstversicherern und Maklern weitgehend abzuwehren. Seit den Terroranschlägen des 11. September hatten die Prämien deutlich angezogen. Zwar beschert die Zunahme der Naturkatastrophen den Unternehmen eine steigende Nachfrage nach Versicherungsschutz, erfordert aber auch immer ausgefeiltere Kalkulationen.

Die schlechteste Botschaft des Jahres kam für die Branche diesmal aus der Schweiz. Dort rutschte der Rückversicherer Converium wegen Altlasten aus dem US-Haftpflichtgeschäft in eine existenzbedrohende Krise.

Damit setzte sich eine unglückliche Serie fort, nachdem in den Vorjahren wegen ihres US-Geschäfts bereits der Gerling-Rückversicherer sein Geschäft hatte einstellen müssen und die französische Scor eine veritable Krise heimgesucht hatte. Spötter in der Versicherungswirtschaft fragen sich bereits, wen es vor dem Branchentreffen im kommenden Jahr als Nächsten treffen wird.

Vor allem für kleinere Versicherer in Deutschland war auch die Einstellung des Rückversicherungsgeschäfts durch die Gothaer wichtig. Vergeblich hatten die Kölner einen Käufer für die Sparte gesucht. Die Konsolidierung der Branche findet derzeit vor allem über das Ausscheiden von Anbietern statt. Übernahmen machen in dem Rückversicherungsgeschäft auch nur wenig Sinn. Dies belegt eine Studie der Ratingagentur S&P, wonach Großübernahmen in den 90er-Jahren alles andere als erfolgreich waren.

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