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Glückliches 2:1 für Bayer gegen Hannover

Leverkusen (dpa) - Nach dem glücklichen Last-Minute-Sieg und dem schönsten Abschiedsgeschenk für Reiner Calmund steht Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen vor der internationalen Bewährungsprobe.

Leverkusen (dpa) - Nach dem glücklichen Last-Minute-Sieg und dem schönsten Abschiedsgeschenk für Reiner Calmund steht Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen vor der internationalen Bewährungsprobe.

«Da kann die Mannschaft beweisen, ob sie soweit ist, um in die Königsklasse zu kommen», sagte Trainer Klaus Augenthaler nach dem glücklichen 2:1 (0:1)-Auftakterfolg gegen Hannover 96 zum Ligastart. Matchwinner Franca, der mit seinem Treffer Sekunden vor Schluss drei Punkte sicherte, wusste um die Bedeutung des Sieges vor dem Qualifikations-Hinspiel zur Champions Leagtue gegen Banik Ostrau. «Das war so wichtig und gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele», sagte der brasilianische Torjäger.

Bevor der Tabellendritte der vergangen Saison seine Erfolgsserie fortsetzen konnte und zum zwölften Mal nacheinander in der Bundesliga unbesiegt blieb, wurde die Ära von Geschäftsführer Reiner Calmund offiziell beendet. Mit Sprechchören und vielen Geschenken verabschiedeten Fans und Offizielle den «XXL-Manager» nach 27 Dienstjahren. «Das ist großartig. Ich bin gerührt», sagte Calmund, der vom Club ein großes Modell der Bayarena überreicht bekam.

Seine Mannschaft bedankte sich zwar mit einem Sieg, blieb den Beweis von internationalem Format aber schuldig. «Ich wusste nach der holprigen Vorbereitung nicht so richtig, wo wir stehen. Man hat gesehen, dass noch viel Sand im Getriebe ist», sagte Augenthaler. Nach dem frühen Rückstand durch den sehenswerten Distanzschuss von Michael Tarnat (15.) benötigte die Bayer-Elf 49 Minuten bis zur ersten Torchchance, die Nationalspieler Bernd Schneider prompt zum 1:1 nutzte. «Eigentlich waren beide Teams schon mit dem Unentschieden zufrieden. Aber wir haben halt Spieler in den Reihen, die immer für ein Tor gut sind», sagte der Bayer-Coach nach Francas Treffer in der Nachspielzeit.

Vor allem in der Dreier-Abwehrreihe mit Jens Nowotny, der erst zwölf Tage im Training war, und den beiden Copa-America-Rückkehrern Juan und Roque Junior, lief es noch nicht nach Wunsch. «Sicher waren da noch Abstimmungsschwierigkeiten, aber nicht nur in der Abwehr», meinte Nowotny. Völlig enttäuschend verlief zudem die Premiere von Neuzugang Paul Freier, der sich vor den Augen des neuen Bundestrainers Jürgen Klinsmann nicht empfehlen konnte. «Ihm fehlte noch die Bindung», befand Augenthaler.

Trainer Ewald Lienen, der seine Elf keineswegs stur defensiv ausgerichtet hatte, konnte zumindest mit einem guten Auftritt seiner Mannschaft leben. «Natürlich ist das bitter, so zu verlieren», meinte Hannovers Coach, «aber in puncto Einsatz, Laufbereitschaft, Charakter und später auch spielerischer Klasse bin ich zufrieden.» Seinen teuersten Neueinkauf Ricardo Sousa hatte er erst im zweiten Abschnitt eingewechselt. Einen guten Eindruck hinterließen auch die Neuzugänge Tarnat und Torhüter Robert Enke bei ihrem Bundesliga-Comeback. «Das war sicher nicht der letzte Freistoßtreffer von Tarnat», sagte Hannovers neuer und Leverkusens langjähriger Manager Ilja Kaenzig bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

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