"Glücksritter"
Elsa-Aktie profitiert von spekulativen Käufen

Die Aktie des finanziell angeschlagenen Herstellers von Computerzubehör Elsa hat ihren Wert am Montag zeitweise verdoppelt, ohne dass Neuigkeiten aus dem Unternehmen vorlagen.

Reuters AACHEN. Bislang hätten die Verhandlungen mit Banken und Investoren zur Abwendung einer Insolvenz noch zu keinem Ergebnis geführt, sagte ein Firmensprecher in Aachen. Sieben Banken hatten Elsa mit Wirkung zum 15. Februar ein Kreditvolumen von 28 Mill. ? gekündigt. Zusätzlich werden weitere 10 Mill. ? für ein anderes Institut am 30. März fällig. Anfang des Monats hatte Elsa mitgeteilt, wegen der Entscheidung der Banken prüfe man, ob die Voraussetzungen zur Stellung eines Insolvenzantrags gegeben seien.

Die im Neuen Markt notierte Elsa-Aktie verdoppelte am Montagmorgen zeitweise ihren Wert auf 2,38 ?, was Händler auf Käufe spekulativ eingestellte Anleger zurückführten. "Da springen Glücksritter auf den Zug auf, der von Übernahmespekulationen in Bewegung gesetzt worden ist", sagte ein Börsianer. Offenbar werde in der Hoffnung gekauft, das Unternehmen werde übernommen. Für die Aktie seien die Umsätze am Montag sehr hoch.

Am frühen Nachmittag lagen die Aktien noch 56 % im Plus bei 1,72 ?, der Nemax-All-Share-Index tendierte zeitgleich 1,8 % im Minus bei 986 Punkten.

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