GM bläst Opel-Verkauf ab
November 2009

Der Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke erschüttert Fußball-Deutschland, Sigmar Gabriel wird neuer SPD-Parteichef, der Rücktritt von Minister Jung erzwingt eine frühe Kabinettsumbildung und das Emirat Dubai muss für seine hochverschuldete Staatsholding um Zahlungsaufschub bitten - die Jahresendrally an den Börsen wird vertagt.

1.11.: Der afghanische Präsidentschaftsbewerber Abdullah Abdullah erklärt seinen Verzicht auf die geplante Stichwahl gegen Amtsinhaber Hamid Karsai. Es gebe keine Gewähr für eine saubere Abstimmung, sagt er zur Begründung.

Mit einem Andrang der Schnäppchenjäger beginnt beim insolventen Versandhaus Quelle der Ausverkauf der noch verfügbaren Waren.

2.11.: Die Wahlkommission in Afghanistan sagt die geplante Stichwahl ab und erklärt Amtsinhaber Karsai zum Sieger der Präsidentschaftswahl.

Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi werden 35 Menschen getötet. Der Attentäter sprengt sich vor einer Bank in der Nähe des Hauptquartiers der Streitkräfte in die Luft.

3.11.: Der US-Automobilkonzern General Motors beschließt auf einer Sitzung seines Verwaltungsrats in Detroit überraschend entgegen einer früheren Entscheidung, die Tochtergesellschaft Opel selbst weiterzuführen und nicht wie geplant an das österreichisch-kanadische Unternehmen Magna und die russische Sberbank zu verkaufen. In Deutschland gibt es Empörung und Angst um die vier deutschen Standorte. Immerhin sollen sie nach den Plänen von General Motors erhalten bleiben, auch wenn bis zu 5 400 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Europaweit fallen 9 000 Jobs weg.

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus unterzeichnet den EU-Reformvertrag als letzter der 27 Staatschefs der Europäischen Union. Zuvor hatte das Verfassungsgericht in Brünn eine Klage mehrerer Senatoren gegen den Vertrag von Lissabon abgewiesen.

Bei Gouverneurswahlen in den US-Staaten Virginia und New Jersey siegen die Kandidaten der oppositionellen Republikaner.

Mehr als eine Woche nach Beginn seines Prozesses nimmt der Angeklagte Radovan Karadzic erstmals an der Verhandlung vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag teil. Er wirft den Richtern vor, seine Rechte verletzt zu haben.

4.11.: Der geplatzte Opel-Verkauf löst bei den Beschäftigten in Deutschland Wut, Trauer und Bestürzung aus. Auch die Bundesregierung reagiert verärgert auf die Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors und verlangt die fristgerechte Rückzahlung eines Staatskredits über 1,5 Milliarden Euro.

Die Zahl der Toten aufgrund der Schweinegrippe in Deutschland steigt auf neun.

5.11.: Ein Psychiater der US-Streitkräfte erschießt in der Kaserne Fort Hood in Texas 13 Soldaten. Weitere 29 werden verletzt. Der Täter im Rang eines Majors wird schwer verletzt.

Außenminister Westerwelle trifft bei seinem Antrittsbesuch in Washington mit US-Außenministerin Hillary Clinton zusammen. Dabei bringt er die Verärgerung der Bundesregierung über das Verhalten von General Motors bei Opel zum Ausdruck.

Die UN-Vollversammlung fordert Israel und die Palästinenser auf, die Vorwürfe des Goldstone-Berichts zu Kriegsverbrechen im Gazastreifen zu untersuchen.

Aus Enttäuschung über den stagnierenden Friedensprozess im Nahen Osten kündigt der palästinensische Präsident Mahmud Abbas seinen Verzicht auf eine Kandidatur bei der Präsidentenwahl am 24. Januar an.

6.11.: Der SPD-Politiker Matthias Platzeck wird zum dritten Mal zum Ministerpräsidenten in Brandenburg gewählt. In der rot-roten Landesregierung stellt die SPD fünf, die Linke vier Minister.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bezeichnet den von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff auf zwei entführte Tanklastwagen bei Kundus als "militärisch angemessen".

7.11.: Das US-Repräsentantenhauses verabschiedet das Gesetz für eine Gesundheitsreform. Das zentrale Vorhaben von US-Präsident Barack Obama muss noch vom Senat gebilligt werden.

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