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GM-Chef Forster verteidigt Teilverlegung der Produktion nach PolenDPA-Datum: 2004-06-27 14:38:54

FRANKFURT/BOCHUM (dpa-AFX) - Der Präsident von General Motors Co. (GM) < GM.NYS > < GMC.FSE > in Europa, Carl-Peter Forster, hat die geplante Verlagerung eines Teils der Zafira-Produktion nach Polen verteidigt. Der Großteil der Produktion des Mini-Vans bleibe im Opel-Werk Bochum, sagte Forster der "Welt am Sonntag". Die frei werdende Kapazität werde dort mit dem dringend benötigten Volumen für den Astra aufgefüllt. Im kommenden Jahr wolle Opel, das zum amerikanischen GM-Konzern gehört, 450.000 Astra-Einheiten produzieren. Der Opel-Marktanteil in Deutschland solle von derzeit gut zehn Prozent auf mindestens elf Prozent Ende kommenden gesteigert werden.

FRANKFURT/BOCHUM (dpa-AFX) - Der Präsident von General Motors Co. (GM) < GM.NYS > < GMC.FSE > in Europa, Carl-Peter Forster, hat die geplante Verlagerung eines Teils der Zafira-Produktion nach Polen verteidigt. Der Großteil der Produktion des Mini-Vans bleibe im Opel-Werk Bochum, sagte Forster der "Welt am Sonntag". Die frei werdende Kapazität werde dort mit dem dringend benötigten Volumen für den Astra aufgefüllt. Im kommenden Jahr wolle Opel, das zum amerikanischen GM-Konzern gehört, 450.000 Astra-Einheiten produzieren. Der Opel-Marktanteil in Deutschland solle von derzeit gut zehn Prozent auf mindestens elf Prozent Ende kommenden gesteigert werden.

Der frühere Opel-Chef Forster mahnte die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte an. Zwar sei der Standort Rüsselsheim nicht in Gefahr. Aber wir müssen noch besser werden, sagte Forster. Kein Konzern könne es sich leisten, in Deutschland zu produzieren, wenn deutsche Werke nicht wettbewerbsfähig seien. Der Auto-Manager erwartet keinen Aufschwung in der deutschen Autokonjunktur. Viele Menschen in Deutschland hätten Angst um ihren Arbeitsplatz. Deshalb hielten Sie sich bei Autokäufen zurück.

BETRIEBSRAT EMPÖRT

Die Teil-Verlegung der Zafira-Produktion ins polnische Gliwice (Gleiwitz) von 2005 an hat am Freitag den Opel-Betriebsrat im Stammwerk Rüsselsheim empört. Er rief die Arbeitnehmer zum Protest auf. Auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Opel-Werks Bochum, Rainer Einenkel, zeigte sich verärgert über die Entscheidung. Es gebe Interesse, die Arbeitsplätze in den deutschen Werken zu erhalten. Rüsselsheim habe "sehr, sehr große Probleme", sagte Einenkel der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung" (NRZ, Samstagsausgabe)

Für Bochum sei die Absicherung des Produktionsvolumens wichtig, damit die Fahrzeugherstellung auch langfristig gesichert bleibe und nicht Schritt für Schritt nach Polen verlagert werde, so Einenkel weiter. Ziel sei auch längerfristig eine volle Auslastung für Bochum. Schon seit Wochen liefen Verhandlungen über eine Auslastungszusage. Noch in diesem Sommer beginnt in Bochum die Produktion des neuen Astra Caravan. 2005 startet der neue Zafira.

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