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GM plant keine Aufstockung von Beteiligungen an Partnern

Reuters TOKIO. Der US-Autohersteller General Motors (GM) plant eigenen Angaben zufolge keine Aufstockung seiner Beteiligungen an Partnerunternehmen, selbst wenn diese in finanzielle Schwierigkeiten geraten. GM werde zwar Unterstützung gewähren, wolle aber nicht zum finanziellen Rettungsanker werden, sagte GM-Chef Rick Wagoner am Dienstag in Tokio. Sein Unternehmen offeriere Hilfe für das Management und Unterstützung durch den gemeinsamen Einkauf.

Der japanische Partner von GM im Lkw-Geschäft, Isuzu, schrieb in den vergangenen zwei Jahren Verluste. Im vergangenen Geschäftsjahr (zum 31. März) lag das Minus bei 66,8 Milliarden Yen (rund 1,196 Milliarden Mark). Der dreijährige Sanierungsplan für Isuzu sieht unter anderem die Streichung von mehr als 9000 Stellen vor.

Wagoner sagte weiter, GM sei "nicht begeistert" von den jüngsten Interventionen am Devisenmarkt, die zu einer Schwächung des Yen und des Euro gegenüber dem Dollar geführt haben. GM habe seinen Ansichten Ausdruck verliehen, jedoch ohne Erfolg, fügte er hinzu. Die japanische Notenbank hatte in den vergangenen Wochen mehrfach zu Gunsten des Yen interventiert. Teilweise wurden die Interventionen von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Auftrag der Bank von Japan (BoJ) durchgeführt.

Ein Kursanstieg des Dollar verbessert die Konkurrenzfähigkeit von ausländischen Produzenten auf dem US-Markt. Ein schwacher Yen ist für die japanischen Autohersteller aber nur bedingt von Nutzen, da sie ihre Fahrzeuge für den US-Markt größtenteils in den USA selbst produzieren.

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