GM will weltweit 16 000 Arbeitsplätze abbauen
GM-Mitarbeiter protestieren gegen Sparpläne für Europa

Mehrere tausend Mitarbeiter der deutschen GM-Tochter Opel haben gegen den geplanten Abbau von etwa 5 000 Stellen in europäischen GM-Werken protestiert.

rtr FRANKFURT. Mehrere tausend Mitarbeiter der deutschen General-Motors-Tochter Opel haben am Donnerstag gegen den geplanten Abbau von etwa 5 000 Stellen in europäischen GM-Werken protestiert. Im Stammwerk der Adam Opel AG in Rüsselsheim versammelten sich die Beschäftigten am Vormittag vor einem Werkstor zu einer Kundgebung. Der Betriebsrat sprach allein an diesem Standort von 5 000 Teilnehmern, die Produktion im Werk habe vorübergehend stillgestanden. Auch in den anderen Opel-Werken in Deutschland sowie in GM-Werken in anderen europäischen Ländern waren Proteste geplant.

Die Veranstaltungen waren nach Gewerkschaftsangaben aus Solidarität für die Beschäftigten im britischen Werk Luton des Opel-Schwesterunternehmens Vauxhall vorgesehen, wo die Autofertigung bis Anfang 2002 eingestellt und 2 000 Stellen gestrichen werden sollen. In Rüsselsheim forderten Opel-Beschäftigte auf Plakaten die Führung von General Motors auf, die Arbeitsplätze zu sichern anstatt Werke zu schließen. Der Betriebsrat teilte mit, die Beschäftigten von GM in Europa würden es nicht hinnehmen, dass Managementfehler auf Kosten der Beschäftigten gelöst würden.

Abbau von 1 700 Stellen bei Opel geplant

GM, der größte Autohersteller der Welt, hatte im Dezember angekündigt, weltweit mehr als 16 000 Arbeitsplätze zu streichen, davon etwa 5 000 in Europa. Bei Opel ist in diesem Jahr der Abbau von 1 700 Stellen geplant, jedoch hatte dieses Sparprogramm bereits vor der Ankündigung von GM bestanden. Im vergangenen Jahr war der Absatz von GM in Europa um mehr als 8 % eingebrochen.

In Deutschland war der Absatz von Opel noch deutlich stärker gesunken. Opel selbst hatte eingeräumt, dass unter anderem in der Vergangenheit der Trend zu Dieselfahrzeugen falsch eingeschätzt worden sei. Firmeninterne Kritiker hatten dies auch auf falsche Entscheidungen in der GM-Zentrale zurückgeführt, da in den USA Dieselmotoren in Pkw unüblich sind.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%