Gnade für den Ex-Star
Maradona darf zur WM in Südkorea einreisen

Seine Drogenvergangenheit bereitet dem einstigen Fußball-Weltstar Schwierigkeiten. Japan will ihn nicht ins Land lassen, Südkorea hingegen ließ sich erweichen.

rtr SEOUL. Die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona darf nach Angaben der südkoreanischen Regierung für die Dauer der WM einreisen. Japan, das die WM gemeinsam mit Südkorea ausrichtet, hatte Maradona die Einreise wegen eines zurückliegenden Drogenvergehens verboten.

"Wir werden ihm die Einreise nach (Süd-)Korea nicht verwehren, wenn er ein Visum beantragt und nichts mehr mit Drogen zu tun hat", sagte ein Sprecher des südkoreanischen Justizministeriums am Mittwoch in Seoul der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung erwarte, dass Maradonas Anwesenheit die Begeisterung für die WM im Land verstärken werde.

Maradona war 1991 in Argentinien wegen Kokainkonsums verhaftet und von einem Gericht zu einer Entziehungstherapie verpflichtet worden. In Südkorea und Japan kann Ausländern die Einreise verboten werden, denen Drogenvergehen nachgewiesen worden waren. Die Entscheidung ist vom Einzelfall abhängig.

Medienberichten zufolge hat die Einreisebehörde Südkoreas Maradona wegen dessen herausragender Bedeutung als Weltmeister von 1986 ein Visum erteilt. Der 41-Jährige solle jedoch während des Turniers genau beobachtet werden, hieß es in den Berichten weiter. Sollte Maradona sich an Drogenvergehen beteiligen, werde er umgehend ausgewiesen. Das Fußball-Idol soll als TV-Kommentator über die WM berichten. Die Vorrundenspiele der argentinischen Nationalmannschaft finden allerdings in Japan statt. Das Turnier dauert vom 31. Mai bis zum 30. Juni.

Maradona gilt als einer der besten Fußballer, die es je gab. 1986 war er bei Argentiniens zweitem WM-Triumph der herausragende Spieler des Turniers. Bei seiner letzten WM 1994 wurde er allerdings in der Vorrunde wegen Dopings vom Turnier ausgeschlossen.

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