Gößere Bezirke
Post streicht Stellen für Briefträger

Die Deutsche Post plant, rund 3 000 Briefzusteller-Jobs einzusparen. Ein entsprechender Bericht des Bielefelder "Westfalen-Blatts" wurde heute von einer Postsprecherin bestätigt.

dpa BONN. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi befürchtet sogar den Wegfall von 5 000 Stellen. Der Grund sei ein größerer Zuschnitt der bestehenden 62 400 Zustellbezirke. Die Gewerkschaft wolle nun bundesweit gegen die Sparpläne protestieren. In vielen Städten würden bei einer Aufrechterhaltung der Post-Pläne keine Überstunden mehr gemacht und Briefe einen Tag später ausgetragen, kündigte ein Gewerkschaftssprecher an. In Bielefeld hatten Postzusteller, die während der Arbeitszeit über die Sparpläne informiert wurden, dem Bericht zufolge am Montag bereits Briefe liegen lassen.

"Wir müssen im Interesse der Kunden die Arbeitsweise optimieren und generell mit den Kosten klarkommen", zitiert das "Westfalen-Blatt" einen Postsprecher. Nach Angaben der Post werden dem Bericht zufolge lediglich neue Zeitstandards in den 83 Briefzentren umgesetzt; die Postmitarbeiter genössen bis Ende des Jahres 2004 Kündigungsschutz. Der Gesamtbetriebsrat habe bei der Post bereits Klage vor dem Arbeitsgericht Bonn angedroht, wenn die neuen Zeitstandards nicht zurückgenommen werden, berichtete die Zeitung.

Bereits im Mai hatte die Post angekündigt, im Einvernehmen mit Verdi aus Kostengründen bis zum Jahr 2004 rund 8 000 Stellen im Fahrdienst abzubauen. Im Fahrdienst, der künftig zum größten Teil ausgelagert werden soll, gibt es bislang rund 12 500 Stellen. Im gesamten Konzern Deutsche Post World Net gab es Ende März 2001 rund 276 000 Mitarbeiter. Davon waren in dem früheren Staatsunternehmen noch rund 70 000 Beamte. Der letzte Post-Beamte wird voraussichtlich im Jahr 2040 in Pension gehen.

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