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GoingPublic Kolumne: Baby Boomer dienen aus

WOLFRATSHAUSEN (GoingPublic.de) - Aufgrund demographischer Entwicklungenstehe dem US-Markt eine zyklische Abwärtsbewegung bis zum Jahr 2018 bevor, sozumindest das Ergebnis einer interessanten Studie. Könnte Investierentatsächlich so simpel sein?

WOLFRATSHAUSEN (GoingPublic.de) - Aufgrund demographischer Entwicklungenstehe dem US-Markt eine zyklische Abwärtsbewegung bis zum Jahr 2018 bevor, sozumindest das Ergebnis einer interessanten Studie. Könnte Investierentatsächlich so simpel sein?

Natürlich werde es immer wieder Rallyes geben, die kurzfristigeren Zyklenunterworfen seien, doch das Endergebnis hört sich nicht gut an. Zu diesemErgebnis jedenfalls kam eine Gruppe von Professoren, die die Entwicklung desUS-Marktes in Abhängigkeit von demographischen Gegebenheiten unter die Lupenahmen. Im übrigen gelangte auch Robert Shiller, Autor des bekannten Buches"Irrational Exuberance", zu der Auffassung, dass die Bevölkerungsentwicklung inden USA einen ganz erheblichen Anteil am Bullenmarkt der 80er und 90er Jahregehabt haben müsse.

Entscheidend sei demnach das Verhältnis von Menschen im mittleren Alter zudenen, die ihnen nachfolgen, als auch im Verhältnis zu den sich im Ruhestandbefindlichen Personen. Während junge Leute im Alter von 20 bis 39 nämlich eherzu den Konsumenten gezählt werden, gelten die etwas älteren als diejenigen, dieihr Kapital verstärkt im Aktienmarkt investieren. Als Rentner wiederum gehörensie dann zu den Verkäufern - im Sinne eines Kapitalverzehrs im höherenLebensalter.

Die grundlegende Tendenz in den Vereinigten Staaten ist aber, dass die BabyBoomer der geburtenstarken Jahrgänge 1945 bis 1965 mittlerweile ins Alterkommen, ihnen aber weit weniger "Echo Boomers" (Jahrgänge 1965-1985) nachfolgen.Etwa 27 Mio. Menschen beträgt die Differenz zwischen diesen beiden Gruppen, dadie Geburtenrate nach dem Pillenknick stark abgenommen hat, was praktisch füralle westlichen Industrienationen (Ausnahme: Schweden) gilt.

Bezogen auf den US-Markt scheint die Koinzidenz relativ gut belegbar,allerdings muss das Modell sich als Prognoseinstrument erst noch bewähren.Demzufolge müsste der beschriebene Trend in den USA ca. bis zum Jahre 2018 fürschwächere Aktienmärkte sorgen, wenn man mal sämtliche andere Randbedingungenaußen vor läßt. Offensichtlich hat der Autor des berühmt berüchtigten Buches"Dow 36.000" (bis 2020) bei seiner Analyse diese Faktoren nicht mit in Betrachtgezogen.

Die GoingPublic Kolumne ist ein Service des GoingPublic Magazins,Deutschlands führendem Börsenmagazin zu Neuemissionen und dem Neuen Markt.Bezogen werden kann das Magazin unter www.goingpublic.de. GoingPublic ist alleinfür die Inhalte der Kolumne verantwortlich. Informationen zu einzelnenUnternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar. DieGoingPublic Kolumne erscheint wöchentlich in Zusammenarbeit mit dpa-AFX.

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