"Golden Goal" in k.o.-Runden
64 Spiele bis zum WM-Titel

Große Teile des Reglements der Fußball-WM haben sich in der Vergangenheit bereits bewährt. Doch es gibt auch Neuerungen.

dpa LEIPZIG. Nach 64 Spielen steht der Fußball-Weltmeister 2002 fest. In acht Vierergruppen streiten 32 Mannschaften in Japan (Gruppen A bis D) und Südkorea (Gruppen E bis H) um den Einzug in das Achtelfinale. Nur die beiden erstplatzierten Teams qualifizieren sich für die nächste Runde, nachdem in den acht Gruppen nach dem Modus "Jeder gegen Jeden" die Punkte verteilt werden - seit der WM 1994 in den USA gibt es drei Zähler für einen Sieg, einen bei Unentschieden.

Bei Punktgleichheit in den Vorrundengruppen wird die Rangfolge bestimmt durch die Tordifferenz aus allen Spielen. Sollten die Mannschaften auch darin gleichauf liegen, entscheiden die erzielten Tore. Danach geben die Zähler aus den direkten Partien der punktgleichen Teams, die Tordifferenz und letztlich die erzielten Tore den Ausschlag. Sollten sich auch daraus keine Unterschiede ergeben, entscheidet das Los über die Platzierung.

Achtel-, Viertel-, Halbfinale, die Begegnung um den 3. Platz und das Endspiel werden im Pokal-System gespielt. Dabei folgt einem Remis nach regulärer Spielzeit eine maximal zwei x 15-minütige Verlängerung. Sollte darin ein "Golden Goal" fallen, ist die Partie sofort beendet, ansonsten entscheidet das Elfmeterschießen, zu dem zuerst je fünf Spieler pro Team antreten. Falls sich dabei keine Mannschaft durchsetzen kann, muss jeweils ein weiterer Spieler bis zur Entscheidung antreten.

Zum ersten Mal werden bei der WM in Japan und Südkorea verschärfte Kontrollen zur Einnahme von Blutdoping-Mitteln vorgenommen. Von vier in der Halbzeitpause ausgelosten Spielern pro Mannschaft müssen die beiden ersten zur Untersuchung, die anderen stehen als Ersatz bereit. Im Falle einer positiven Doping-Probe obliegt der Organisations- Kommission des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) die Entscheidung über das Strafmaß.

Neu ist auch der 23-köpfige Kader, aus dem die Trainer aller Mannschaften schöpfen können. Bislang standen 22 Spieler zur Verfügung. Drei Auswechslungen sind pro Partie erlaubt. Jeder Spieler trägt eine feste Nummer sowie zusätzlich auf dem Rücken seinen Namen. Nach der zweiten Gelben Karte sowie einer Gelb-Roten Karte folgt ein Spiel Sperre, nach einer Roten Karte muss der Akteur ebenfalls bei der Folge-Begegnung aussetzen. Die FIFA-Disziplinar-Kommission kann das Strafmaß jedoch noch erhöhen.

In Titelverteidiger Frankreich sowie den Veranstalter-Ländern Japan und Südkorea waren erstmalig in der 72-jährigen WM-Geschichte für die Endrunde drei Mannschaften gesetzt.

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