Goldfonds sind absolut top – Experten erwarten Renaissance der Aktien
Anleihefonds machen das Rennen

In diesem Jahr schlugen die Anleihefonds bei der Wertentwicklung erneut die Aktienfonds um Längen. Doch ganz vorne an der Spitze stehen - wie im vergangenen Jahr - die Goldfonds.

ina FRANKFURT/M. Anleihefonds vorn, Aktienfonds hinten: Auch in diesem Jahr wird Mut zum Risiko bestraft, konservative Anleger schneiden am besten ab. Das kommende Jahr jedoch soll Aktionären endlich einmal wieder höhere Erträge liefern als den Anleihebesitzern. Das erwarten zumindest die meisten Kapitalmarktexperten. Behalten sie recht, dürften auch die Trends der diesjährigen Investmentfondsbilanz gebrochen werden.

Die vorläufige Abrechnung auf Basis der Ultimo-Anteilpreise für November weist die Rentenfonds erneut als Gewinner aus. Insoweit gleicht die von der Researchfirma Feri Trust bereit gestellte Statistik der Vorjahresbilanz. Unter über 70 Fondsgruppen für verschiedene Anlageschwerpunkte platzieren sich allein drei Rentenfondskategorien unter den besten Fünf. Rentenfonds mit Anlageschwerpunkt Euro-Bonds beispielsweise bescherten den Anteilbesitzern im Schnitt einen Wertgewinn von 5,64 %. Noch besser schnitten die spezialisierten Produkte für osteuropäische Titel ab.

Ein Ausreißer allerdings schlägt alle Konkurrenten aus dem Rennen: Die kleine Gruppe der Aktienfonds für Goldminenwerte glänzt mit durchschnittlich zweistelligen Wertgewinnen - eine weitere Parallele zum Vorjahr. Das ändert aber nichts am schlechten Abschneiden fast aller übrigen Aktienfondsgruppen. Bei Anlageschwerpunkten wie europäische Standardwerte fallen Verluste von durchschnittlich einem Viertel an. Wie ein Blick auf die Tabelle zeigt, gibt es in anderen Fällen wie beispielsweise den Produkten für Technologiewerte noch deutlich höhere Abschläge.

"Im nächsten Jahr könnte die Aktie durchaus die Rente schlagen", sagt Christian Schiweck von Deka Investment. Er managt für die Sparkassen- Fondsgesellschaft unter anderem den Deka ConvergenceRenten. Dieses Produkt liegt in der zweitbesten Kategorie, den Anleihefonds für Osteuropabonds, auf dem ersten Platz. Für Schiweck bleibt die EU-Beitrittsphantasie für einige mittel- und osteuropäische Länder weiterhin eines der interessantesten Anlagethemen. Er setzt insbesondere auf die Renten der Beitrittskandidaten für das Jahr 2004, Ungarn und Polen. Längerfristige Anlagechancen mit Blick auf eine folgende EU-Erweiterungsrunde im Jahr 2007 böten Bulgarien und Rumänien, bei deren Staatsanleihen jetzt noch Renditen von 7,5 Prozent bzw. 8,5 Prozent locken.

Der Deka-Mann hält es aber durchaus für möglich, dass die im laufenden Jahr auf Rang zwei und drei rangierenden Fondsgruppen die Plätze tauschen. "Vielleicht werden in der Bilanz für 2003 die Aktienfonds für Osteuropa noch vor den Osteuropa-Rentenfonds liegen", sagt er.

Martin Siegel dagegen denkt in ganz anderen Performancedimensionen. Er ist Fondsberater des PEH Q-Goldmines, eines kleinen Aktienfonds für Goldminenwerte aus dem Hause PEH. Das Produkt ist das ertragreichste in seiner Gruppe. "Wir können mit jährlichen Wertgewinnen von 50 Prozent mehr als zufrieden sein", sagt Siegel. Diese Marke wird er im laufenden Jahr wahrscheinlich erneut erreichen. Und mehr als das. Er will einen ähnlich hohen Wertgewinn auch im Jahr 2003 einspielen. Siegel: "Wir erwarten einen bis auf 400 Dollar je Unze ansteigenden Goldpreis, und dann ist ein solcher Wertgewinn absolut realistisch."

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