Goldman: Empfehlung zeichnet sich durch Transparenz und Klarheit aus
Ron Sommer bedauert Kurssturz der Aktie

Telekom-Chef Ron Sommer hat Verständnis für den Groll der Aktionäre angesichts des jüngsten Kursrutsches der T-Aktie geäußert. "Wir bedauern dieses Entwicklung im Sinne unserer Aktionäre außerordentlich", schrieb er mit Blick auf den 20-prozentigen Wertverlust des Telekom-Papieres in am Mittwoch in einem Offenen Brief an die Aktionäre.

dpa-afx FRANKFURT. Zugleich betonte er aber, dass die aktuelle Entwicklung "in krassem Widerspruch zur operativen Performance und zur strategischen Positionierung des Unternehmens steht". Denn die Telekom habe eine "außerordentlich positive unternehmerische Entwicklung" genommen. Deshalb habe die Aktie zwar an Wert verloren, "jedoch nicht an Substanz".

Analysten haben die Heraufstufung der T-Aktie durch die US-Investmentbank Goldman Sachs scharf kritisiert. "Das ist für mich die Schweinerei Teil 2", sagte ein Analyst mit Blick auf die Deutsche Bank, die vergangene Woche einen Tag nach einer Kaufempfehlung für den Bonner Telekomriesen 44 Millionen Aktien verkauft hatte.

"Es besteht der Verdacht, dass die Empfehlung nicht nur auf fundamentalen Daten beruht, sondern auch politisch ist." Goldman Sachs wittere offenbar die Chance, bei der nächsten Transaktion für die Deutsche Bank einzuspringen.

Goldman Sachs verfügt nach eigener Auskunft über 31 Millionen T-Aktien. "Als Anleger würde ich daher nicht all zu viel von der Empfehlung halten", sagte der Telekommunikations-Experte. Ein weiterer Analyst indes glaubte nicht an eine Parallele zu den Vorwürfen an die Deutsche Bank. "Das wäre glatter Selbstmord von Goldman." Man habe gesehen, wie hart der Markt die Deutsche Bank für die Aktion bestraft habe.

Der Sprecher von Goldman Sachs, Peter Dietlmaier, wies die Vorwürfe zurück. Die Empfehlung zeichne sich durch "Transparenz und Klarheit aus". Aus der Analyse gehe hervor, dass Goldman Sachs 31,2 Millionen T-Aktien besitze und für 15,2 Millionen Aktien die Haltefrist am 1. September ende. Am 1. Dezember darf das Bankhaus die restlichen Anteilsscheine verkaufen.


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