Goldman Sachs empfiehlt Coca-Cola zum Kauf
US-Indizes bauen Verluste weiter aus

New Yorks wichtigste Aktienindizes bauen ihre Verluste zur Mittagsstunde aus. Die Börsenbaromter konnten die Kursverluste im frühen Handel nur zeitweise begrenzen. Der Dow Jones Index notiert zur Handelshälfte ein Prozent schwächer und verliert Punkte.

Der Nasdaq Index rutscht sogar 3,08 Prozent ins negative Terrain. Wegen des höchsten jüdischen Feiertags "Jom Kippur" fällt das Handelsvolumen an New Yorks Börsen heute niedriger aus. Gleichzeitig dokumentieren die neuesten Wirtschaftsdaten am Morgen die Entwicklung der US-Konjunktur. Die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der vergangenen Woche um 58.000 auf 450.000 und damit auf das höchste Niveau seit Ende Juli 1992. Marktbeobachter gehen aber davon aus, dass die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den kommenden Wochen weiter steigen wird. Viele Menschen haben durch die Folgen der Katastrophe des 11. September ihren Arbeitsplatz verloren und sich bisher noch nicht arbeitslos gemeldet.

Die Auftragseingänge für langlebige Güter fielen dagegen im August nur um 0,3 Prozent. Im Vergleich zu dem Einbruch von 1,1 Prozent im Juli ist dies ein deutlich geringerer Rückgang. Ohne den volatilen Transportbereich stiegen die Aufträge im August sogar um 0,4 Prozent. Ebenfalls erfreulich ist der Abbau der Lagerbestände um weitere 0,7 Prozent.

Die Aktien des Netzwerksektors notieren schwächer, nachdem eine Reihe von Brokerhäusern Unternehmen der Branche abgestuft haben. Einige Brokerhäuser erwarten , dass sich die Nachfrageerholung durch die Folgen der Katastrophe des 11. September verzögern könnte. JDS Uniphase und Juniper Networks notieren auf neuen 52 Wochentiefständen. Zu den am meisten gehandelten Aktien gehört am Donnerstag Cisco. Das Papier des Netzwerkausrüsters verliert an Wert, nachdem die Experten von Morgan Stanley die Einstufung der Aktie reduziert haben. Auch die Investmentbank J. P. Morgan senkt die Prognosen.

Intel legte wieder zu

Intel legt im Handel dagegen wieder an Wert zu, nachdem der Chipkonzern am Mitwoch unter den enttäuschenden Quartalsergebnissen von Konkurrent Micron Technologies zu leiden hatte. Die Aktien von PMC-Sierra, Vitesse, Xilinx und Broadcom notierten dagegen auf neuen 52 Jahrestiefs.

Zu den größten Gewinnern gehören gegen Mittag die Aktien der Finanz, Pharma- und Biotechnologiewerte. Auch Öltitel können zulegen. Die Aktien von Royal Dutch und BP gehören zu den am meisten gehandelten Aktien und notieren deutlich im Plus. Bereits am Mittwochnachmittag hatten die Werte der Branche gegen den Trend zulegen können. Die Vertreter der ölproduzierenden Staaten OPEC diskutierten am Mittwoch in Wien ihre Preispolitik. Ergebnis: Sie werden die Fördermengen nicht erhöhen, sie bleibt bei 23,2 Millionen Barrel pro Tag. Nachdem der Rohölpreis erst am Mittwoch auf ein Zwei-Jahres-Tief gefallen ist, dürften die Preise zumindest zunächst nicht weiter sinken. Die Aktien dürften heute steigen.

Auch der Energiemarkt kommt in Bewegung. Reliant Resources, ein Betreiber und Entwickler von Stromkraftwerken, will die Orion Power Holding, ebenfalls ein Energieproduzent, übernehmen. Reliant will knapp 2,8 Milliarden Dollar in bar für Orion bezahlen.Das Unternehmen kauft mit diesem Deal zusätzliche Kapazitäten von 11.000 Megawatt und kann gleichzeitig seine Präsenz auf dem amerikanischen Markt für unabhängige Energieerzeugung deutlich vergrößern. Analysten schätzen das Marktwachstum in diesem Bereich auf 30 Prozent in den nächsten fünf Jahren. Trotz des hohen Kaufpreises werten Analysten die Akquisition langfristig durchaus positiv für Reliant Resources.

Coca-Cola und Procter & Gamble verwerfen beide ihre Joint-Venture-Pläne

Verhalten fallen dagegen die Nachrichten bei Coca Cola und Procter & Gamble aus. Beide Unternehmen verwerfen ihre Joint-Venture-Pläne. Acht Monate nachdem die beiden Konzerne den Zusammenschluss einiger Werke bekannt gegeben hatten, kam am Mittwochabend nach Börsenschluss der Rückzieher. Nach Aussage unternehmensnaher Quellen änderte Coca Cola seine Meinung über das Geschäft, weil die Absätze der Coca-Cola-Produkte stärker gewachsen waren als die der Procter & Gamble-Artikel, die in das Joint Venture eingebracht werden sollten. Auch die gemeinsame Nutzung des Coca-Cola-Vertriebsnetzes soll sich nach Expertenaussagen als wenig attraktiv herausgestellt haben. Die Analysten von Goldman Sachs bestätigen die Aktien von Coke und Procter&Gamble auf der Kaufempfehlungsliste. Auch an den Gewinnprognosen wird festgehalten. Die Aktie von Procter & Gamble notiert nahe des Vortagesschlusskurses. Das Papier von Coke legt 0,17 Prozent zu.

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