Goldman Sachs schätzt Wert der Aktie auf 32 Dollar
Apollo Theatre: Vorhang auf

Das Apollo Theatre in Harlem gehört seit 1914 zur Geschichte New Yorks. Von seinen Anfängen als Treffpunkt irischer, deutscher und italienischer Immigranten über die Blütezeit als Talentschmiede schwarzer Musiker in den Dreißigerjahren bis heute hat das Theater Höhen und Tiefen durchlebt.
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NEW YORK. Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Gladys Knight & The Pips, Ray Charles, Stevie Wonder oder James Brown wurden hier gefeiert. Diesen Künstlern hat die Ikone der Unterhaltungswelt ihren Untertitel "Where Stars are Born and Legends are Made" zu verdanken.

Am Donnerstag kommender Woche tritt Richard Parsons auf die Bühne des Apollo und übernimmt das Zepter von Gerald Levin als neuer Chef des Medienkonzerns AOL Time Warner. Es ist ein Trauerspiel, was er den Aktionären des Unternehmens dann präsentieren muss. Seit der Fusion von America Online und Time Warner wurden weit mehr als 160 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet. Parsons hat aber die Chance, die nächste im Apollo geborene Legende zu werden. Dazu muss er allerdings in die Rolle des furchtlosen Helden schlüpfen und einzelne Geschäftsbereiche verkaufen.

Konservativ gerechnet, sind die Teile des Konzerns 32 Dollar pro Aktie wert, glaubt die Investmentbank Goldman Sachs. Die Aktie steht bei 18 Dollar. Ein Hauptgrund für den anhaltenden Kursverfall ist das weltweit schwache Werbeumfeld. Ob die Erholung der amerikanischen Wirtschaft genug ist, um die schnelle Trendwende bei AOL einzuleiten, ist fraglich. Doch es gibt immer mehr Anzeichen, dass ein anderer Katalysator den Kurswechsel einleitet. Es sei nur ein Frage der Zeit, bis John Malone, dem vier Prozent des Unternehmens gehören, auf die Bühne tritt, heißt es in New York. Ein Verkauf des Kabelgeschäfts könnte einen Teil des Unternehmenswertes freisetzen.

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