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Good for you!

In Deutschland neidet man den Reichen ihren Wohlstand. In Amerika engagieren sich die Wohlhabenden für die Allgemeinheit. Ein Modell für Deutschland?

Zwei Welten - Lichtjahre von einander entfernt: In Bochum überlegt die SPD, wie Sie die Vermögenden und Superreichen zur Kasse bitten kann - und in diesem Punkt ist sie getragen von einem breiten Konsens in Deutschland. In New York feiert man gerade den Beschluss, ein neues Haus für modernen Tanz zu bauen - mitten in Manhattan und aussschließlich finanziert von zahlreichen Superreichen. Was zeigt das - auch mit Blick auf die aktuelle deutsche Diskussion? Reich sein ist gut - und das nicht nur für die Reichen.

Wenn wir uns in der Diskussion über die Reichen und Wohlhabenden einen Augenblick vom deutschen Neiddenken verabschieden und uns volkswirtschaftlichen Argumenten zuwenden, wird klar, warum es Sinn macht, den Reichen ihr Geld zu lassen - unabhängig davon, ob das Vermögen geerbt oder erarbeitet ist. Der Grund: das Geld der Reichen arbeitet und stiftet so Wohlstand. Einige werden es als Risikokapital investieren - daraus entstehen neue Unternehmen, Produkte, Jobs. Andere legen es in Aktien an. So stellen sie dem Markt immerhin Liquidität und Kapital zur Verfügung. Manche engagieren sich gemeinnützig - bauen Schulen, Krankenhäuser, helfen der Kunst und Kultur. Und selbst jene, die ihr Geld nur für sich konsumieren, spenden volkswirtschaftlichen Nutzen. Denn jemand muss Autos, Yachten, Häuser und Jets bauen, muss Dienstleistungen erbringen.

Es gilt daher kurzfristigere Reflexe zu überkommen und langfristig zu denken. Es gilt ein Klima zu schaffen, wo die Früchte des Erfolges nicht geneidet werden. Es gilt den Erfolgreichen zuzurufen: Good for you! Denn ihr Erfolg trägt gesamtgesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Haben wir diese Größe?

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