Goodwill-Abschreibung
Sinner-Schrader tief in der Verlustzone

Das am Neuen Markt notierte Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für E-Business, Sinner-Schrader AG, Hamburg, spürt die Kirch-Pleite und wird zugleich von der Investitionszurückhaltung bei Internetprojekten getroffen.

 

beu HAMBURG.Der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 (31.8) ist um 20 % auf 3,8 Mill. Euro abgesackt. Für das gesamte Geschäftsjahr hat Sinner-Schrader die Umsatzerwartung bereits von 19,8 auf 16 Mill. Euro zurückgenommen.

Damit verbunden ist eine Verschlechterung des Ergebnisses. Der Verlust vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (Ebitda) erreicht 1,5 Mill. Euro. Auch für das Gesamtjahr wird mit einem negativen Ebitda gerechnet.

Unter dem Strich sieht es bei Sinner-Schrader optisch katastrophal aus. Als Nettofehlbetrag für die ersten sechs Monate werden 16,1 Mill. Euro ausgewiesen. Dahinter steht aber, dass das Unternehmen mit einem Schlag den gesamten verbliebenen Goodwill aus dem Netmatic-Kauf von 14,6 Mill. Euro abschreibt. Diese Wertanpassung ist aber nicht wirksam für die Liquidität des Unternehmens. Für das Gesamtjahr wird nun mit einem Nettoverlust von über 16 Mill. Euro gerechnet.

Nach Bekanntgabe der Zahlen rutsche der Aktienkurs von Sinner-Schrader in Frankfurt um knapp 16 % auf 1,90 Euro.

Quelle: Handelsblatt

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