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Google gibt 2,7 Mio Aktien an Yahoo! aus - Patentstreit beigelegt

dpa-afx MOUNTAIN VIEW. Die Betreibergesellschaft der Internet-Suchmaschine Google wird 2,7 Mill. Aktien im Wert von rund 300 Mill. $ zur Beteiligung eines Patentstreits an das Internet-Unternehmen Yahoo! Inc. ausgeben. Wie aus einer Google-Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag hervorgeht, wird die wenige Tage vor dem Börsengang stehende Google Inc. der Yahoo-Tochter Overture zudem Lizenzgebühren für die genutzten Patente zahlen.

dpa-afx MOUNTAIN VIEW. Die Betreibergesellschaft der Internet-Suchmaschine Google wird 2,7 Mill. Aktien im Wert von rund 300 Mill. $ zur Beteiligung eines Patentstreits an das Internet-Unternehmen Yahoo! Inc. ausgeben. Wie aus einer Google-Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag hervorgeht, wird die wenige Tage vor dem Börsengang stehende Google Inc. der Yahoo-Tochter Overture zudem Lizenzgebühren für die genutzten Patente zahlen.

Google geht davon aus, dass ihre A-Aktien zum Preis von 108 bis 135 $ pro Aktie platziert werden können. Demnach läge der Wert des Aktienpakets, das Yahoo! erhalten soll, zwischen 291 Mill. und 364 Mill. $.

Maximaler ERLÖS DES BÖRsengangs: 3,47 MRD US-Dollar

Durch die zusätzliche Ausgabe von Aktien an Yahoo! erhöht sich die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien von 24,6 Mill. auf 25,7 Millionen. Der maximal mögliche Erlös aus dem Börsengang steigt von 3,3 Mrd. auf 3,47 Mrd. $.

Wie das "Wall Street Journal" am Montag in seiner Online-Ausgabe berichtet, will Google die Einigung mit Yahoo! im laufenden Quartal (per 30. September 2004) als außerordentliche Belastung in Höhe von 260 Mill. bis 290 Mill. $ verbuchen. Dies werde durch Steuergutschriften in Höhe von 100 Mill. bis 115 Mill. $ teilweise ausgeglichen. Unter dem Strich bleibe jedoch ein Quartalsfehlbetrag.

DSW HÄLT Preisspanne FÜR ÜBerzogen

Trotz der großen öffentlichen Aufmerksamkeit für den geplanten Börsengang, haben Investoren die von Google angesetzte Preisspanne frostig aufgenommen. Auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hält die Preisspanne für überzogen. "Die Google-Aktie wäre damit rechnerisch mehr als drei Mal so teuer wie die des Konkurrenten Yahoo, und auch die ist schon extrem hoch bewertet", sagte DSW-Sprecher Jürgen Kurz der "Berliner Zeitung" (Dienstag-Ausgabe).

Angesichts dessen überrasche es umso mehr, dass Google beim Börsengang so schwere Fehler unterliefen. "Das Verhalten von Google erinnert damit auf fatale Weise an einige Neue-Markt-Unternehmen in der Endphase der Börsen-Euphorie 1999/2000". Schon jetzt sei der durch die jüngsten Ereignisse entstandene Image-Schaden für Google beträchtlich.

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