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Google legt fulminates Börsendebüt hin

Der Internet-Suchmaschinebetreiber Google Goog.NAS > hat am Donnerstag ein fulminantes Börsendebüt hingelegt. Die Aktie schoss in den ersten Handelsminuten auf über 100 $ und damit deutlich über den Ausgabepreis von 85 $. Zuletzt notierte der Titel 19,4 % fester bei 101,61 $.

dpa-afx NEW YORK/MOUNTAIN VIEW. Der Internet-Suchmaschinebetreiber Google Goog.NAS > hat am Donnerstag ein fulminantes Börsendebüt hingelegt. Die Aktie schoss in den ersten Handelsminuten auf über 100 $ und damit deutlich über den Ausgabepreis von 85 $. Zuletzt notierte der Titel 19,4 % fester bei 101,61 $.

Google hatte wegen der schwachen Nachfrage die Preisspanne und die Zahl der angebotenen Aktien drastisch gesenkt. Das geringere Angebot sahen einige Wall-Street-Experten als Grund für den jetzigen sehr guten Börsenauftakt für die Google-Aktien an. Die Firmengründer Larry Page und Sergey Brin sind angesichts des Börsengangs mit ihren großen Google-Aktienpaketen über Nacht Multimilliardäre geworden.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte am Mittwoch mit einem Tag Verzögerung grünes Licht für den Börsengang gegeben. Der Erlös der Aktienplatzierung beläuft sich auf 1,66 Mrd. $. Der Gesamtwert der 271,2 Mill. Aktien des Unternehmens liegt bei einem Preis von 85 $ je Aktie bei rund 23 Mrd. $. Ursprünglich hatte Google rund 36 Mrd. $ erzielen wollen bei einem Preis von 135 $ je Aktie.

Ungewöhnliche Auktion MIT Pannen

Der Google-IPO ist einer der größten Börsengänge der vergangenen Jahre. Doch der Termin hatte sich schon mehrfach wegen Problemen bei der Registrierung institutioneller Anleger und von Belegschaftsaktien verschoben. Das Börsendebüt war zuletzt für Mittwoch geplant, musste jedoch wegen der fehlenden Zulassung der SEC auf Donnerstag verschoben werden.

Die von Google zur Vergabe der Aktien durchgeführte Auktion war von zahlreichen Pannen begleitet. Die SEC und bundesstaatliche Aufsichtsbehörden hätten im Zusammenhang mit der Verteilung von Aktien an Google-Mitarbeiter in früheren Jahren informelle Anfragen vorgenommen. Das Unternehmen hatte in den Emissionsunterlagen an die SEC auch im Wortlaut ein "Playboy"-Interview einbringen müssen, das möglicherweise gegen die staatlichen Schweigevorschriften verstoßen hat.

Google hatte für seinen Börsengang die ungewöhnliche Form einer Online-Auktion gewählt. Durch die Online-Platzierung, an der auch Privatleute teilnehmen konnten, wollte Google unter anderem den Einfluss der Investmentbanken beschränken. Bei dem Ausgabeverfahren, das auch dutch auction (holländische Auktion) genannt wird, waren Investoren zunächst registriert worden und hatten dann ihre individuellen Gebote abgeben können.

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