Goppel holt zum Gegenschlag aus
CSU kritisiert Unternehmensbeteiligungen der SPD

Nach den Vorwürfen der SPD zur Spendenpraxis der CSU hat deren Generalsekretär Thomas Goppel zum Gegenschlag ausgeholt. Er warf den Sozialdemokraten am Freitag in München vor, mit ihren Unternehmensbeteiligungen gegen das Transparenzgebot des Parteienfinanzierungsgesetzes zu verstoßen.

dpa MÜNCHEN. Goppel forderte die SPD auf, sich im Interesse eines fairen Wahlkampfs von ihren Vermögensbeteiligungen zu trennen. "Der Wahlkampfetat der SPD wird doppelt so hoch sein wie der von CDU und CSU zusammen." Die Einkünfte resultierten zu einem großen Teil aus nicht transparenten Beteiligungen vor allem an Presse-, Verlags- und Rundfunkhäusern. Erneut warf Goppel der SPD vor, sie wolle durch eine "inszenierte Mediendiskussion" über die Spendenpraxis der CSU von eigenem Versagen ablenken. Diesem Verdacht setze sich auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) durch seine "eigenwilligen Prüfungsankündigungen" aus.

Nach einem Bericht des Magazins "Stern" soll die CSU für Patenschaftsabonnements ihres Parteiorgans "Bayernkurier" und des Informationsdienstes "Münchner Brief" jahrelang falsche Spendenquittungen ausgestellt haben. Dadurch habe die Partei staatliche Spendenzuschüsse von rund drei Mill. Euro (sechs Mill. DM) "erschlichen". Thierse hatte angekündigt, die Vorwürfe überprüfen zu lassen.

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