Goppel weist Vorwürfe wegen Schirmherrschaft für "Epoche" zurück: "Süddeutsche": Goppel war Schirmherr für rechtskonservatives Blatt

Goppel weist Vorwürfe wegen Schirmherrschaft für "Epoche" zurück
"Süddeutsche": Goppel war Schirmherr für rechtskonservatives Blatt

CSU-Generalsekretär Thomas Goppel hat Vorwürfe im Zusammenhang mit seiner jahrelangen Schirmherrschaft für die rechtskonservative Zeitschrift "Epoche" zurückgewiesen.

afp MÜNCHEN. Er habe 1996 als damaliger bayerischer Umweltminister die "allseits für unbedenklich gehaltene Schirmherrschaft" für das Umweltforum der Zeitschrift übernommen, erklärte Goppel am Donnerstag in München. Nach seinem Wechsel in das Amt des CSU-Generalsekretärs 1998 sei die Schirmherrschaft "ohne Nachfrage" fortgesetzt worden. Nachdem er im vergangenen Sommer erfahren habe, dass die "Epoche" seinen Namen zur Abonnentenwerbung nutzte, habe er die Schirmherrschaft gegenüber dem Herausgeber offiziell aufgekündigt.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) war der Herausgeber des Blattes, Karl Ludwig Bayer, früher Funktionär der rechtsextremen NPD. Unter dessen Leitung und der Schirmherrschaft Goppels sei in den vergangenen Jahren durch Werbekolonnen eine siebenstellige Summe für den rechtskonservativen "Verband für Publizistik und Jugendbildung Epoche e.V." mit Sitz in Bad Reichenhall gesammelt worden. Bayer war dem Bericht zufolge in den sechziger Jahren, als die NPD im bayerischen Landtag saß, Sprecher der rechtsextremen Partei und Redakteur mehrerer NPD-naher Zeitschriften. Der "SZ" sagte Bayer, in der CSU sei seine frühere NPD-Funktion "kein Geheimnis".

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