"Gordischer Knoten"
Irrititation über Bilanzierung belastet VW-Aktie

rtr FRANKFURT. Irritationen über die verschiedenen Bilanzierungssysteme des Volkswagen-Konzerns haben am Dienstag nach Angaben von Händlern den Aktienkurs des Autobauers belastet. "Die Zahlen sind nicht so schlecht", sagte Jürgen Gries, Aktienhändler bei Merck, Fink & Co. Die Bilanzierung einmal nach den Richtlinien HGB und nach internationalem Standard IAS sei jedoch etwas unübersichtlich. "Wir versuchen diesen gordischen Knoten zu entschlüsseln, aber bisher ist es uns nicht gelungen", sagte Steffen Burat, Fondsmanager bei der Helaba. Die Papiere von VW notierten am Vormittag um rund 1,8 % unter ihrem Schlusskurs vom Montag bei 54,23 Euro. Der Dax lag zum gleichen Zeitpunkt mit 0,3 % im Minus bei 6 102 Punkten.

Der Konzern hatte am Morgen Zahlen für das erste Quartal 2001 veröffentlicht. Das Unternehmen steigerte seinen Überschuss nach HGB-Berechnung um gut 57 % auf 389 Mill. Euro, das Vorsteuerergebnis stieg um knapp 15 % auf 708 Mill. Euro. Nach alter HGB-Rechnung blieb VW damit unter den Erwartungen der Analysten, bei der Bilanzierung nach internationalen IAS-Regeln übertraf der Konzern jedoch die Prognosen. Bei der IAS-Bilanzierung wies VW für den Berichtszeitraum einen Überschuss von 830 Mill. Euro aus. Vor Steuern wurde nach IAS ein Gewinn von 1,245 Mrd. Euro erzielt. Vergleichszahlen für das Vorjahr für die IAS-Bilanzierung nannte der Konzern nicht.

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