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Gore-Anwalt: Entscheidung gegen Neuauszählungen wäre 'das Ende'

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Al Gore sieht in der Entscheidung des Obersten Gerichts in Washington offenbar die letzte Chance für einen Wahlsieg.

dpa-afx WASHINGTON. Wenn sich die neun Bundesrichter bei der Anhörung am Montag gegen eine Neuauszählung der Stimmen in Florida ausprächen, wäre das "das Ende", sagte Gore-Anwalt David Boies am Sonntag im US-Fernsehen.

Die einzige Möglichkeit, die Gore noch habe, den Wahlsieg seines Kontrahenten George W. Bush anzufechten, liege in einer Neuauszählung der umstrittenen Stimmen.

Bushs Gesandter in Florida, James Baker, sagte indessen, es sei noch "ungewiss", ob das Verfassungsgericht zugunsten des Republikaners entscheiden werde. Das Bush-Lager sei zwar erfreut, dass die Richter den Fall hören wollten, das bedeute aber nicht, "dass sie in unserem Sinn entscheiden werden".

Der Oberste Gerichtshof war am Samstag mit fünf zu vier Stimmen einem Antrag Bushs gefolgt und hatte die wenige Stunden zuvor wieder aufgenommenen Handzählungen in Florida gestoppt. Das Oberste Gericht von Florida hatte erst am Freitag entschieden, zehntausende umstrittene Stimmen in dem Bundesstaat müssten neu ausgewertet werden.

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