"Gotteskrieger" verlangen freies Geleit
Nordallianz schließt Evakuierung von Söldnern aus Kundus nicht aus

Der Kommandeur der Nordallianz an der Front der nordafghanischen Stadt Kundus schließt nicht aus, dass in der Taliban-Bastion eingeschlossene ausländische Söldner abziehen dürfen.

afp TALOKAN. General Mohammad Daud sagte am Dienstag, wenn die UNO oder bestimmte Länder bereit seien, die arabischen, tschetschenischen und pakistanischen Unterstützer der Taliban aufzunehmen, könnte sich die Nordallianz mit deren Ausreise aus Afghanistan einverstanden erklären. Diejenigen, die Verbrechen begangen hätten, müssten jedoch vor Gericht gestellt werden.

Der nordafghanische Taliban-Militärchef Mullah Fasil hatte in einem am Montag veröffentlichten Interview mit einer pakistanischen Zeitung gesagt, die in Kundus eingekreiste radikalislamische Miliz wolle sich nur einer "neutralen afghanischen Stelle" unter Aufsicht der UNO ergeben, nicht aber der Nordallianz. Die Taliban forderten die Übergabe ausländischer Kämpfer an die Vereinten Nationen sowie deren Rückführung in ihre Heimatländer. Für sich selbst verlangten die Gotteskrieger freies Geleit. Umzingelt von der Nordallianz sitzen in Kundus bis zu 30 000 Taliban-Kämpfer und ausländische Unterstützer fest.

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