Gottschalk: "Keine zusätzlichen Arbeitsplätze in der Branche"
Autobauer befürchten Absatzeinbruch im kommenden Jahr

Angesichts der weltweiten Konjunkturkrise befürchtet die deutsche Autoindustrie einen deutlichen Absatzeinbruch. Es sei fraglich, ob die Branche im kommenden Jahr die zuletzt verzeichneten Zahlen bei Neuzulassungen, Produktion und Export erreichen könne, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, der Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe).

afp BERLIN. Vor allem das erste Halbjahr werde schwächer ausfallen. Nach 20 000 neuen Stellen in diesem Jahr werde die Branche angesichts der schwierigeren Lage 2002 voraussichtlich keine zusätzlichen Arbeitsplätze mehr schaffen können.

Für 2001 rechnet der VDA mit 3,3 Millionen Neuzulassungen, einer Gesamtproduktion von 5,2 Millionen Fahrzeugen und einer Rekordzahl von 3,6 Millionen ausgeführten Pkw. "Mit großer Sorge" beobachte er nun aber die Eintrübung der Gesamtkonjunktur, sagte Gottschalk. "Das ist kein gutes Vorzeichen für das, was auf die Industrie zukommt." Es gebe vermehrt Sorgen beim Auftragseingang für Pkw. "Und im Nutzfahrzeugbereich haben wir einen dramatischen Rückgang im Auftragseingang, insbesondere bei schweren Lkw."

Für das kommende Jahr wagte Gottschalk keine konkreten Vorhersagen. "Ich schließe nicht aus, dass die Branche knapp unterhalb der Fünf-Millionen-Marke bei der Produktion liegen kann", nach 5,2 Millionen in diesem Jahr. Vor allem in den USA werde sich die Situation wohl verschlechtern, sagte Gottschalk. Dort "ist eine Marktanteilsschlacht im Gange, wie es sie selten zuvor gab."

Gottschalk forderte von der Politik mehr Investitionen in die Infrastruktur. Zudem müsse das Maut-Gesetz, "das das Transportgewerbe und die Nutzfahrzeugindustrie enorm belasten wird", überprüft werden.

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