Gouverneurswahlen
Opposition gewinnt Wahlen in Chiapas

In der mexikanischen Unruheprovinz siegte ein Wahlbündnis über die bislang regierende PRI.

dpa MEXIKO-STADT. Bei den Gouverneurswahlen in der südmexikanischen Unruheprovinz Chiapas vom Sonntag zeichnet sich ein klarer Sieg der vereinten Opposition über die regierende Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) ab. Nach Auszählung von rund 52 % der Stimmlokale kam der Kandidat des Wahlbündnisses Allianz für Chiapas, Pablo Salazar, auf einen Stimmenanteil von 55,83 %. Er lag damit weit vor dem PRI-Kandidaten Sami David mit 43,66 %.

Die PRI, die Mexiko seit mehr als 70 Jahren regiert hat, hatte bereits am 2. Juli die nationalen Präsidentenwahlen verloren. Die Unruheprovinz Chiapas galt bisher als eine ihrer Hochburgen. In Chiapas hatte sich Anfang 1994 die Guerillabewegung Zapatistische Nationale Befreiungsarmee (EZLN) mit politischen und sozialen Forderungen gegen die mexikanische Regierung erhoben.

Die Wahlniederlage der PRI erhöht nach Ansicht von Beobachtern die Chancen auf eine friedliche Lösung des Chiapas-Konfliktes. Der Wahlkampf war von heftiger Polemik gezeichnet und auch von Gewalt überschattet gewesen. Die PRI hatte alles daran gesetzt, mit einem Erfolg im Südosten ihren Abwärtstrend zu stoppen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%