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GPC Biotech verringert Verlust im Rahmen der Erwartungen

Das Biotechnologieunternehmen GPC Biotech AG hat seinen Verlust in den ersten neun Monaten 2001 verringert und damit ein Ergebnis am oberen Rand der Erwartungen von Analysten erzielt. Der Fehlbetrag sei in den ersten drei Quartalen auf 21,7 Mill. von 27,4 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum geschrumpft, teilte das im Auswahlindex Nemax50 des Neuen Marktes gelistete Unternehmen mit.

Reuters MÜNCHEN. Den Umsatz bezifferte GPC mit 9,3 (Vorjahreszeitraum unbereinigt: 9,2) Mill. Euro. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung sei wegen der Investitionen in den Ausbau der Kapazität um 58 % auf 23,4 Mill. Euro gestiegen.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Neunmonats-Umsatz von 8,93 Mill. Euro und einem Fehlbetrag von 22,08 Mill. Euro gerechnet, wobei die höchsten Schätzungen bei 9,56 Mill. Euro Umsatz und 21,26 Mill. Euro Verlust nach Steuern gelegen hatten. "Alles in allem waren die Ergebnisse etwas besser als erwartet", sagte ein Analyst einer deutschen Bank in Frankfurt. Der Verlust je Aktie sank auf 1,20 Euro von 2,03 Euro.

Im dritten Quartal sei der Umsatz um 65 % auf 3,5 Mill. Euro gestiegen, teilte GPC weiter mit. Der Fehlbetrag habe sich auf 7,8 (minus 5,4) Mill. Euro erhöht. Der Verlust je Aktie habe damit im Quartal bei 0,42 (minus 0,31) Euro gelegen. Die Quartalsbetrachtung gilt bei Biotechnologieunternehmen, die sehr langfristige Entwicklungsprojekte verfolgen, aber als nicht sehr aussagekräftig. GPC generiert Umsätze vor allem aus Kooperationen mit Pharmaunternehmen, bei denen sie so genannte Meilenstein-Zahlungen für das Erreichen von Forschungsabschnitten bei der Entwicklung von Medikamenten erhalten. GPC entwickelt auch eigene Medikamentenkandidaten, die sich jedoch alle noch in der vorklinischen Phase mit Tierversuchen befinden. Die Einführung von Produkten wird erst für 2005/2006 erwartet.

Den Bestand an liquiden Mitteln Ende September bezifferte GPC Biotech mit 101,5 Mill. Euro gegenüber 105,4 Mill. Euro Ende Juni. Durch den Einstieg des Bad Homburger Pharma- und Spezialchemieunternehmens Altana mit 8,3 % sei der Zahlungsmittelbestand nach Ende des dritten Quartals um weitere 34,2 Mill. Euro gestiegen. GPC hatte in der vergangenen Woche außerdem eine Kooperation mit Altana bekannt gegeben, aus der dem Unternehmen im vierten Quartal bereits zehn Mill. $ zufließen.

Die GPC-Aktien stiegen im frühen Handel um gut ein Prozent auf 13,93 Euro.

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