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GPC Biotech weitet bei Umsatzrückgang im dritten Quartal Fehlbetrag aus

Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat im dritten Quartal bei einem erwarteten Umsatzrückgang seine Verluste ausgeweitet.

dpa-afx MARTINSRIED. Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat im dritten Quartal bei einem erwarteten Umsatzrückgang seine Verluste ausgeweitet. Wie das im TecDax notierte Unternehmen am Dienstag in Martinsried bei München mitteilte, sank der Umsatz im dritten Quartal auf 2,6 Mill. Euro nach 5,2 Mill. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Fehlbetrag erhöhte sich von 7,7 Mill. Euro zwischen Juli und September 2003 auf 9,8 Mill. Euro im gleichen Zeitraum 2004.

Von dpa-AFX befragte Analysten hatten für das dritte Quartal mit einem Fehlbetrag von zehn Mill. Euro und einem Umsatz in Höhe von 2,7 Mill. Euro gerechnet. Die Forschungs- und Entwicklungsauswendungen des im TecDax gelisteten Unternehmens betrugen im dritten Quartal 9,4 Mill. Euro nach 10,2 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum.

Liquide Mittel

Zum 30. September 2004 verfügte GPC Biotech nach eigenen Angaben über liquide Mittel, kurzfristig veräußerbare Finanzanlagen und Wertpapiere in Höhe von 144,1 Mill. Euro. Diese Summe beinhalte den Nettoerlös der Kapitalerhöhung vom Sommer in der Höhe von rund 78 Mill. Euro, der im dritten Quartal 2004 verbucht werden konnte. Der Netto-Cash-Burn habe sich in den ersten neun Monaten auf 28,9 Mill. Euro belaufen.

Umsatz Hängt Stark VON Altana AB

In den ersten neun Monaten verringerte sich der Umsatz auf 9,1 Mill. Euro (VJ: 16,4). GPC ist beim Umsatz hauptsächlich auf die Allianz mit dem Dax-Unternehmen Altana angewiesen. Der Bad Homburger Pharma- und Chemiekonzern hält derzeit 8,3 Prozent an GPC. GPC Biotech erwartet in 2004 eine Reduzierung der Umsätze aus Technologie-Allianzen, da mehrere dieser Allianzen in 2003 ausgelaufen sind. Der Periodenfehlbetrag erhöhte sich von Januar bis September um 43 Prozent auf minus 26,1 Mill. Euro (VJ: minus 18,2). Einen Ausblick auf 2004 und 2005 gab GPC nicht. Bisher rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr mit einem höheren Nettoverlust als 2003. 2003 wies GPC bei einem Umsatz von 21,6 Mill. Euro einen Verlust von 24,4 Mill. Euro aus.

GPC untersucht seinen aussichtsreichsten Medikamenten-Kandidaten, das Krebsmedikament Satraplatin seit Herbst 2003 in der abschliessenden Phase drei der klinischen Tests an rund 900 Patienten. Der Zulassungsantrag für das Präparat gegen Hormon resistenten Prostatakrebs soll schrittweise bis 2006 in Europa und den USA eingereicht und das Medikament 2007 auf den Markt gebracht werden. Darüber hinaus untersucht GPC Anwendungsmöglichkeiten von Satraplatin auch gegen weitere Krebsarten sowie die Kombination mit Bestrahlungstheraphie.

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